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Gender Datenreport 2009

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Gender Datenreport Berlin 2009  
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    Politische Partizipation  
 
Nach der  Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus  2006 zogen in das Landesparlament 149 gewählte Abgeordnete für fünf Parteien ein; darunter waren 59 Frauen (39,6 %). Die Partei der Grünen wies mit 60,9 % den größten Frauenanteil auf. Auch in der Fraktion der Linkspartei gab es mehr Frauen (12) als Männer (11). Unter den 37 Abgeordneten der CDU befanden sich dagegen nur sieben Frauen (18,9 %) und die FDP schickte von 13 Abgeordneten nur eine Frau ins Landesparlament (7,7 %).
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Der Berliner Landesregierung gehören neben dem Regierenden Bürgermeister zurzeit vier Senatorinnen und vier Senatoren an. Von den Senatorinnen und Senatoren wurden insgesamt sieben Staatssekreträrinnen und acht Staatssekretäre (politische Beamten) eingesetzt (2009).
 
2006 fanden in Berlin gleichzeitig  Wahlen zu den zwölf Bezirksverordnetenversammlungen  statt. Insgesamt wurden 660 Mitglieder gewählt, darunter 251 Frauen (38,0 %). Die höchsten Frauenanteile entfielen auf die Fraktionen der Linkspartei (47,6 %) und der SPD (44,3 %). Den geringsten Frauenanteil von 17,1 % wies auch hier die FDP aus.
 
Von den Bezirksverordnetenversammlungen wurden insgesamt vier Bezirksbürgermeisterinnen und acht Bezirksbürgermeister gewählt sowie 19 Bezirksstadträtinnen und 41 Bezirksstadträte (Frauenanteil 31,7 %).
 
Im Rahmen der  repräsentativen Wahlstatistik  werden die Stimmabgaben für die Parteien und die Wahlbeteiligung nach dem Alter sowie dem Geschlecht der Wählenden untersucht. Dabei zeigt sich zum einen, dass es einen deutlichen  Zusammenhang zwischen der Stimmabgabe für eine Partei und dem Alter sowie dem Geschlecht der Wählenden  gibt:
 
Für die Bundestags- und Europawahl 2009 sowie für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2006 galt, dass die wahlberechtigten Frauen in Berlin, mehr als die Männer, der CDU und auch den Grünen zugeneigt waren; bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2006 war zudem die Zustimmung zur SPD unter den Frauen deutlich höher. Bei den Männern entfielen vergleichsweise größere Stimmanteile auf die Linkspartei und die FDP.
 
Ein ebenfalls deutlicher  Zusammenhang  bestand zum anderen  zwischen der Parteipräferenz und dem Alter der Wählerinnen und Wähler.  Bei der Wahl zum Deutschen Bundestag 2009 in Berlin erzielten die Grünen ihre besten Ergebnisse unter den jungen Wahlberechtigten im Alter von unter 45 Jahren und die Linkspartei fand ihre höchste Zustimmung bei den 45- bis unter 60-jährigen. Die SPD und vor allem aber die CDU konnten ihren größten Erfolg bei den Berliner Wahlberechtigten im Alter von 60 und mehr Jahren verbuchen. Die Zustimmung zur FDP hing insgesamt weniger deutlich mit dem Alter der Wählenden zusammen.
 
Auch die  Wahlbeteiligung variierte je nach Alter und Geschlecht der Wählenden.  Generell steigt mit dem höheren Alter der Wahlberechtigten auch die Wahlbeteiligung. Bei der Wahl zum deutschen Bundestag 2009 in Berlin beispielsweise war sie in der Altersgruppe der 21- bis unter 25-jährigen mit 60,4 % am geringsten und erreichte bei den 60- bis unter 70-jährigen mit 78,9 % ihren höchsten Wert.
 
Die Wahlbeteiligung der Frauen lag in allen Altersgruppen etwas über der der Männer. Eine Ausnahme bildeten Frauen im Alter von 70 und mehr Jahren. Ein Grund hierfür dürfte das mit der höheren Lebenserwartung der Frauen einhergehende höhere Durchschnittsalter sein und die im Allgemeinen damit verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen.
 
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