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In der Berliner Bevölkerung liegt das Bildungsniveau der Männer insgesamt etwas über dem der Frauen. Je jünger aber die Bevölkerung ist, desto deutlicher ist der Vorsprung der Frauen vor den Männern: 2008 hatten z. B. in der Altersgruppe der 25- bis 35-jährigen 21,6 % der Frauen und nur 17,9 % der Männer einen Hochschulabschluss.
Mädchen sind heute an allgemeinbildenden Schulen insgesamt erfolgreicher als Jungen: Sie durchlaufen den jeweiligen Bildungsgang in kürzerer Zeit, bleiben am Ende ihrer Schulzeit seltener ohne Abschluss und erwerben häufiger die Hochschul- bzw. Fachhochschulreife. Der Vorsprung der Mädchen im Bereich der allgemeinen Schulbildung wird einerseits deutlich in dem relativ geringen Anteil von Schülerinnen in Haupt- und Sonderschulen von jeweils nur 41 % bzw. 38 % und dem vergleichsweise hohen Anteil in Gymnasien mit 54 % (2008/2009).
Entsprechend den Unterschieden im Besuch der Schularten differiert auch die Art des Schulabschlusses von Mädchen und Jungen. So beendeten im Schuljahr 2007/2008 47 % der Mädchen und nur 37 % der Jungen den Besuch der allgemeinbildenden Schulen mit der Hochschulreife.
Auf ausländische Schülerinnen und Schüler entfällt in Gymnasien nur ein Anteil von 10,5 % während sie an Hauptschulen knapp ein Drittel der Schülerschaft stellen. Mädchen haben gegenüber den Jungen jedoch etwa den gleichen Vorsprung wie ihre deutschen Mitschülerinnen: An Gymnasien lag der Mädchenanteil bei 55 %.
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Im Schuljahr 2008/2009 besuchten rund 97 000 junge Frauen und Männer berufliche Schulen. Die Frauenquote betrug 47,4 % und der Ausländeranteil lag bei 8,0 %. Gut zwei Drittel der Berufsausbildung erfolgte im dualen System (Frauenanteil 46 %). Ein weiteres Viertel wurde rein schulisch an Berufsfach- und Fachschulen absolviert. Da Fachschulen überwiegend in Erziehungs- und Sozialarbeitsberufen ausbilden, wird dieser Schultyp, wie auch die Ausbildungsstätten des Gesundheitswesens, vor allem von Frauen besucht (Anteil 63 % bzw. 74 %). Von den Auszubildenden im dualen System hatten gut ein Drittel der Frauen und etwa ein Viertel der Männer einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Besonders hoch war der Anteil der Studienberechtigten im Öffentlichen Dienst und im Bereich der freien Berufen; im Handwerk dominierte nach wie vor der Hauptschulabschluss.
Die Ausbildung der Männer war auf die Bereiche Industrie und Handel (59 %) sowie Handwerk (35 %) konzentriert; für Frauen standen gleichbedeutend neben dem Handwerk (18 %) die freien Berufe (17 %).
Exkurs: Personal an Berliner Schulen
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In den Berliner allgemeinbildenden und beruflichen Schulen waren im Februar 2009 insgesamt 71 % des Lehr- und Leitungspersonals Frauen. Über die Hälfte des weiblichen Personals lehrte an Grund- und Sonderschulen; die Frauenquoten lagen bei 86 % bzw. 83 %. Männer waren schwerpunktmäßig an Gymnasien und beruflichen bzw. zentral verwalteten Schulen beschäftigt; diese Schularten wiesen mit 62 % bzw. 51 % die geringsten Frauenquoten aus.
Trotz des hohen Frauenanteils von 71 % für Lehrkräfte insgesamt, hatte die Frauenquote im Leitungsbereich auch 2009 noch nicht die 50 %-Marke erreicht; lediglich an Grund- und Sonderschulen waren Leitungspositionen überwiegend mit Frauen besetzt.
In den meisten übrigen Schulformen wurde insbesondere die Position der Schulleitung ganz überwiegend von Männern wahrgenommen: An beruflichen Schulen waren nur 22 % und an Gesamt- und Realschulen sowie an Gymnasien nur zwischen 27 % und 33 % der Schulleitungen mit Frauen besetzt. Ι |