Natürliche Bevölkerungsbewegung

Zur natürlichen Bevölkerungsbewegung gehören die Geburtenstatistik, Sterbefallstatistik sowie die Statistik der Eheschließungen.

Die Statistik der Geburten liefert monatlich Grunddaten über die Zahl der Geborenen nach demographischen Merkmalen sowie nach demographischen Merkmalen der Eltern. Auch Angaben über Körperlänge und Gewicht der Säuglinge wurden bis einschließlich 2013 erhoben. Darüber hinaus liefert die Statistik der Geburten Angaben für die Berechnung der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes sowie für die Abbildung der Geburtenziffern und des Weiteren für demographische Analysen und Vorausberechnungen. Sie dient zur Unterrichtung der Öffentlichkeit und als Grundlage für familien-, sozial- und gesundheitspolitische Untersuchungen und Entscheidungen. Die Statistik der Geburten ist eine Vollerhebung mit Auskunftspflicht. Erhebungsunterlagen für Geburten sind Belege (Zählkarten), die vom Standesbeamten (bzw. von Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen) ausgefüllt werden, in dessen Standesamtsbezirk sich die Geburt ereignete und der den Personenstandsfall beurkundet hat.

Die folgenden Tatbestände werden erfasst: Geburtstag, Geschlecht, deutsche Staatsangehörigkeit bei Kindern ausländischer Eltern, bei ehelichen Kindern: Tag der Eheschließung der Eltern, Geburtenfolge, Geburtsdatum des vorangegangenen Kindes der Mutter und Geburtenfolge in Bezug auf alle Kinder der Mutter und Staatsangehörigkeit der Eltern. Die Merkmale Erwerbstätigkeit der Mutter, rechtliche Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit der Eltern zu einer Kirche, Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsgemeinschaft der Eltern wurden nur bis zum Berichtsjahr 2013 erhoben. Tiefste Regionalgliederung ist die Gemeindeebene.

Die Statistik der Sterbefälle liefert monatlich Angaben für die Berechnung der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes sowie demographische Basisinformationen zur Beurteilung der Sterblichkeitsverhältnisse und der Lebenserwartung der Bevölkerung. Die Statistik der Sterbefälle ist eine Vollerhebung mit Auskunftspflicht. Erhebungsunterlagen für Sterbefälle sind Belege (Zählkarten), die vom Standesbeamten (bzw. von Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen) ausgefüllt werden, in dessen Standesamtsbezirk sich der Sterbefall ereignete und der den Personenstandsfall beurkundete.

Folgende Tatbestände werden erfasst: Sterbetag, Geschlecht, Alter, Familienstand, bei Kindern: Angaben über Ehelich- oder Nichtehelichkeit, Wohngemeinde und Staatsangehörigkeit, bei Verheirateten: Alter des überlebenden Ehegatten, bei Sterbefällen innerhalb der ersten 24 Lebensstunden auch Lebensdauer. Rechtliche Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer Kirche, Religionsgemeinschaft oder Weltanschauungsgemeinschaft wurden nur bis zum Berichtsjahr 2013 erhoben. Tiefste Regionalgliederung ist die Gemeindeebene.

Die Statistik der Eheschließungen liefert die demographischen Basisinformationen zum Eheschließungsverhalten und somit zu einem wesentlichen Aspekt der Lebensverhältnisse. Darüber hinaus liefert die Statistik der Eheschließungen Angaben zur Berechnung der Fortschreibung des Bevölkerungsbestandes (sowie für demographische Analysen). Die Statistik der Eheschließungen ist eine Vollerhebung mit Auskunftspflicht. Erhebungs­unterlagen für Eheschließungen sind die Belege (Zählkarten), die vom Standesbeamten ausgefüllt werden, in dessen Standesamtbezirk sich die Eheschließung ereignete und das den Personenstandsfall beurkundet hat.

Folgende Tatbestände werden erfasst: Tag der Eheschließung, Wohngemeinde zum Zeitpunkt der Eheschließung, Alter, bisheriger Familienstand und Kinder der Ehegatten und Staatsangehörigkeit. Rechtliche Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer Kirche, Religionsgesellschaft oder Weltanschauungs­gemeinschaft wurden nur bis zum Berichtsjahr 2013 erhoben. Das Alter der Eheschließenden wird taggenau auf Basis der Angaben zum Geburtsdatum und dem Heiratsdatum gerechnet. Alle Merkmale sind für die Jahresergebnisse verfügbar. Bei den Monats­ergebnissen werden neben den Eckzahlen nur wenige Untergliederungen nachgewiesen. Tiefste Regionalgliederung ist die Gemeindeebene.

Die Scheidungsstatistik liefert die Grunddaten über die Zahl der rechtskräftigen Beschlüsse in Eheauflösungssachen bei gerichtlichen Entscheidungen über Ehescheidungs- oder Aufhebungsklagen und die demographischen Merkmale der Ehegatten. Die Angaben werden in den Geschäftsstellen der Familiengerichte aufgrund der Gerichtsakten gemacht. Folgende Tatbestände werden erfasst: Antragsteller und Zustimmung des Antraggegners, Inhalt der Entscheidung (Nichtigkeitserklärung, Aufhebung, Scheidung, Klageabweisung), zugrunde gelegte gesetzliche Bestimmungen, Alter der Ehegatten, Ehedauer, Kinderzahl, Staatsangehörigkeit der Ehegatten (ausgewählte Staatsangehörigkeiten).

Ansprechpartner

Rita Becker
030 9021 - 3879

bevoelkerung@
statistik-bbb.de