Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen

Die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) vermitteln ein umfassendes quantitatives Gesamtbild der wirtschaftlichen Vorgänge. VGR auf regionaler Ebene werden durch die Statistischen Ämter im Arbeitskreis „VGR der Länder“ ermittelt.

Anders als bei den Wirtschaftsstatistiken werden in den VGR nicht spezifische ökonomische Sachverhalte ermittelt, sondern durch Auswertung einer breiten Basis von Erhebungen ein umfassendes Bild über das Wirtschaftsgeschehen erzeugt. Die Ergebnisse sind in der gesamten Europäischen Union (EU) und über einen längeren Zeitraum vergleichbar. Sie dienen als Grundlage für wirtschafts- und sozialpolitische Analysen und Entscheidungen, z.B. auch für die Ermittlung der Zahlungen der Mitgliedstaaten an die EU und die Verteilung von Fördermitteln.

Die VGR richten den Blick auf 3 Seiten des wirtschaftlichen Geschehens: auf die Produktion von Gütern und Dienstleistungen (Entstehungsrechnung), auf Ausgaben bzw. Verbrauch (Verwendungsrechnung) und die damit im Zusammenhang stehenden geleisteten bzw. empfangenen Einkommen (Verteilungs- und Umverteilungsrechnung).

Neben den Ergebnissen in Preisen des jeweiligen Bezugszeitraums (i. d. R. Jahre, Quartale) werden auch preisbereinigte Ergebnisse geliefert, um die Ergebnisse einer Zeitreihe im Zeitverlauf vergleichen zu können. Diese bereinigten Größen können aufgrund des Bereinigungsverfahrens nicht absolut angegeben werden, sondern nur als Veränderungsraten, Messzahlen sowie Indexdarstellung.