Wanderungen

Die Statistik der Wanderungen weist monatlich die räumliche Mobilität der Bevölkerung nach. Darüber hinaus stellt die Wanderungsstatistik eine Komponente im Bilanzierungsverfahren der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung dar und bildet des Weiteren eine wesentliche Grundlage für demographische Analysen und Vorausberechnungen. Die Wanderungsstatistik ist eine Sekundärstatistik und beruht auf der Meldepflicht. Erhebungsgrundlage der Wanderungsstatistik sind die An- und Abmeldeformulare, die nach den melderechtlichen Vorschriften bei einem Wohnungswechsel über die Gemeindegrenze in den Meldeämtern anfallen. Zur Erfassung der Zuzüge und Fortzüge über die Grenzen Deutschlands werden die An- bzw. Abmeldescheine herangezogen, zur Erfassung der Wanderungen innerhalb Deutschlands werden nur die Anmeldescheine benutzt. Dabei wird jeder Bezug einer alleinigen oder Hauptwohnung in einer neuen Gemeinde gleichzeitig als Fortzug aus der bisherigen Wohngemeinde gezählt. Bei den Wanderungen von Bundesland zu Bundesland werden nach dem vorstehend erläuterten Verfahren für die Aufbereitung nur die Belege über die Zuzüge verwendet, zur Buchung der Fortzüge erfolgt eine gegenseitige Materialergänzung der Statistischen Ämter der Länder durch Übersendung der anonymisierten Datensätze (Datenaustausch).

Folgende Tatbestände werden erfasst: Tag des Bezuges der neuen oder des Auszugs aus der alten Wohnung, Haupt bzw. Nebenwohnsitz, alte und neue Wohngemeinde, Geschlecht, Alter, Familienstand, rechtliche Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, Staatsangehörigkeit, Geburtsort- und Geburtstaat (ab August 2008). Tiefste Regionalgliederung ist die Gemeindeebene.

Kontakt

Dagmar Czakai
030 9021 - 3543

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statistik-bbb.de