Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 

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Gesundheitswesen

Den Grundbaustein der Statistiken im Gesundheitswesen bildet die amtliche Krankenhausstatistik. Sie wird als jährliche Vollerhebung (Befragung) der Krankenhäuser sowie der Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen von den Statistischen Ämtern der Länder durchgeführt.

Die Krankenhausstatistik liefert wichtige Informationen über das Volumen und die Struktur des Leistungsangebotes der auskunftspflichtigen Einrichtungen, über die Zusammenhänge zwischen Morbidität und Kostenentwicklung in Krankenhäusern, über die regionale Häufigkeit der Krankheitsarten sowie über die Inanspruchnahme von stationären Gesundheitsleistungen durch die Bevölkerung.

Die Ergebnisse der Krankenhausstatistik bilden die statistische Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen des Bundes und der Länder sowie für gesundheitsökonomische und epidemiologische wissenschaftliche Untersuchungen.

Die Krankenhausstatistik umfasst drei Erhebungsbereiche. Der Bereich Grunddaten liefert Informationen über die sachliche und personelle Ausstattung, gegliedert nach Fachabteilungen, Größenklassen der Krankenhäuser in Betten und Krankenhausträgern, sowie die Patientenbewegung in den Einrichtungen und ihren Fachabteilungen.

Der Bereich Diagnosedaten gibt Auskunft über die Art der Erkrankung (Diagnose bei Entlassung aus dem Krankenhaus) und ausgewählte soziodemografische Merkmale wie Alter, Geschlecht und Wohnort der Patientinnen und Patienten.

Im Bereich Kostennachweis sind im Wesentlichen die Aufwendungen für Sachmittel und Personal dargestellt.

Die Statistik der Schwangerschaftsabbrüche ist eine Vollerhebung von Eingriffen zur vorzeitigen Beendigung einer Schwangerschaft. Sie gibt Überblick über die Größenordnung, Struktur und Entwicklung der Schwangerschaftsabbrüche sowie über ausgewählte Lebensumstände der betroffenen Frauen. Die Ergebnisse der Statistik sind bei Hilfeleistung für Schwangere in Konfliktsituationen sowie bei Maßnahmen zum Schutz des ungeborenen Lebens entscheidungsrelevant.

Die Todesursachenstatistik bietet vielfältige Analysemöglichkeiten zur Beurteilung und Bewertung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung. Ziel ist es, die häufigsten Todesursachen einer Region übersichtlich darzustellen. Die Sterblichkeit insgesamt und die Säuglingssterblichkeit bilden Indikatoren für das Gesundheitswesen und sind für gesundheitspolitische Entscheidungen und für die Forschung notwendig.

Grundlage für die Todesursachenstatistik sind die Angaben auf dem Leichenschauschein über die Todesart (natürlicher Tod – nicht natürlicher Tod) und über die Todesursache. Der Leichenschauschein wird von dem Arzt oder der Ärztin, der / die den Tod festgestellt hat, ausgefüllt. Nach den Regeln der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Todesursache in einer Kausalkette, die mit dem unmittelbar zum Tode führenden Leiden beginnt und rückschauend zum Grundleiden führt, in den Leichenschauschein einzutragen. Die Todesursachenstatistik wird unikausal aufbereitet, das heißt, es geht nur eine Krankheit, das Grundleiden, in die Statistik ein. Seit 1998 werden die Daten nach der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD), 10. Revision, der WHO aufbereitet. Ein Vergleich mit den vor 1998 vorliegenden Daten, die nach den früheren Revisionen der ICD erstellt wurden, ist nur eingeschränkt möglich.

Die Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen (GGR) stellen Daten für Fragestellungen der Gesundheitswirtschaft bereit und setzen sich aus drei Hauptkomponenten zusammen: die Gesundheitsausgabenrechnung, die Gesundheitspersonalrechnung und den Wertschöpfungs-Erwerbstätigen-Ansatz. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ist Mitglied der Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL) und veröffentlicht die Ergebnisse der GGR für Berlin und Brandenburg.

Ansprechpartner

Gesundheitswesen
Katrin Möbius
0331 8173 - 1175

Gesundheit@
statistik-bbb.de

Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen
Robert Budras
030 9021 – 3734

GGR@statistik-bbb.de