Rechtspflege

Die Statistiken der Rechtspflege werden in zwei Erhebungsbereiche geteilt: die Justizgeschäftsstatistiken und die Strafrechtspflege.

Die Justizgeschäftsstatistiken sind verfahrensbezogen. Sie erfassen den Geschäftsanfall sämtlicher Gerichtszweige. Dazu zählen die Zivil-, Straf- und Familiengerichte (ordentliche Gerichte) und die Arbeits-, Finanz-, Verwaltungs- und Sozialgerichte (Fachgerichte). Die umfassenden Daten über die Gerichtsbarkeit werden in erster Linie erhoben, um die gesetzgebenden Körperschaften, die öffentlichkeit und die zuständigen Organe der Justizverwaltung mit dem entscheidungsrelevanten statistischen Material zu versorgen.

Die Strafrechtspflege liefert Daten über personenbezogene Straftaten und unterscheidet zwischen der Strafverfolgungs- und der Strafvollzugsstatistik.

Die Strafverfolgungsstatistik erfasst die in strafgerichtlichen Prozessen wegen eines Verbrechens oder Vergehens gegen Bundes- oder Landesrecht rechtskräftig abgeurteilten Personen. Für sie endet ein Strafprozess im Wesentlichen entweder durch Verurteilung oder durch Verfahrenseinstellung oder durch Freispruch. Die Statistik stellt wichtige Informationen für die Planung der Kriminal- und Strafrechtspolitik im Bund und in den Ländern sowie für die Entwicklung der Gesetzgebung auf dem Gebiet des Straf- und Strafprozessrechts zur Verfügung.

Die Strafvollzugsstatistik setzt sich aus zwei Bereichen zusammen. Jeweils zum Stichtag 31. März eines Berichtsjahres wird die Struktur der Strafgefangenen im Freiheits- und Jugendstrafvollzug sowie der Sicherungsverwahrung nach Alter, Geschlecht, Familienstand, Staatsangehörigkeit sowie Art und Dauer des Vollzugs nachgewiesen. Zusätzlich wird in Eckzahlen der Bestand an Gefangenen und Verwahrten in allen Einrichtungen des Justizvollzugs dargestellt. Mitgezählt werden auch die Untersuchungs- und Abschiebungshäftlinge.

Ansprechpartner

Undine Neumann
0331 8173 - 1112

Rechtspflege@
statistik-bbb.de