30.03.2022

Verbraucherpreisindex März 2022 in Berlin und Brandenburg

Steigende Energiepreise sorgen für Rekordhoch

Pressemitteilung Nr. 62

Im März 2022 erhöhten sich die Verbraucherpreise im Vergleich zu März 2021 in Berlin um 7,9 Prozent und in Brandenburg um 7,3 Prozent. Das sind die höchsten Preissteigerungen seit mehr als 20 Jahren. Gegenüber Februar 2022 stiegen die Preise in Berlin um 3,0 Prozent und in Brandenburg um 2,6 Prozent, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Preistreiber waren erneut überdurchschnittlich steigende Preise für Energie. Auch die Nahrungsmittelpreise trugen ihren Teil bei. Ohne Energie und Nahrungsmittel betrug die Teuerung in Berlin 3,6 Prozent und in Brandenburg 3,3 Prozent.

Besonders auf die Energiepreise wirken derzeit die Unsicherheiten, die der Krieg zwischen Russland und der Ukraine mit sich bringt. Darüber hinaus machen sich deutliche Preissteigerungen auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen und Lieferengpässe mehr und mehr bei den Verbraucherpreisen bemerkbar.

Die Energiepreise stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat in Berlin um 40,7 Prozent und in Brandenburg um 39,8 Prozent. Dabei sind es vor allem die Preise für Heizöl, die mit Steigerungen von 128,8 Prozent in Berlin und 151,3 Prozent in Brandenburg nochmals sprunghaft erhöht haben. Im Vormonat hatte die Teuerung binnen Jahresfrist in Berlin 49,3 Prozent und in Brandenburg 53,2 Prozent betragen.

Überdurchschnittliche Teuerungen gegenüber dem Vorjahresmonat wurden bei Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen beobachtet. In Berlin nahmen die Preise um 9,5 Prozent und in Brandenburg um 7,4 Prozent zu.

Enorme Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln

Die Nahrungsmittelpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat in beiden Ländern um 7,3 Prozent. Preistreiber waren insbesondere:

Mehl u. a. Getreideerzeugnisse: in Berlin +22,6 Prozent, in Brandenburg +17,3 Prozent

Roggen- oder Mischbrot: in Berlin +8,5 Prozent und in Brandenburg +8,7 Prozent

Rind- und Kalbfleisch: in Berlin +13,6 Prozent und in Brandenburg +14,4 Prozent

Sonnenblumen-, Rapsöl oder Ähnliches: in Berlin +47,5 Prozent und in Brandenburg +40,8 Prozent

Butter: in Berlin +20,5 Prozent und in Brandenburg +20,2 Prozent

Eier: in Berlin +14,8 Prozent und in Brandenburg +24,3 Prozent

Tomaten und Gurken: in Berlin +59,6 bzw. +39,8 Prozent in Brandenburg +44,1 bzw. +46,1 Prozent

Datenangebot

Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse zur Entwicklung der Verbraucherpreise. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht M I 2 unter www.statistik-berlin-brandenburg.de/m-i-2-m veröffentlicht.


Kontakte

Katja Kirchner

Preise

Katrin Schoenecker

PREISE

Ähnliche Pressemitteilungen