Bodennutzung der landwirtschaftlichen Betriebe in Brandenburg – vorläufiges Ergebnis
2026, jährlich
Die Ergebnisse dienen der Erfolgskontrolle von Maßnahmen in der europäischen und nationalen Agrar-, Markt- und Preispolitik sowie der Politik der Entwicklung der ländlichen Räume, der Umwelt- und Klimapolitik und der Vorausschätzung der Agrarausgaben.
Brandenburg
Flächen ausgewählter Anbaukulturen erstmals alleinig auf Basis von Verwaltungsdaten
Fast die Hälfte des rund 980.000 Hektar großen Brandenburger Ackerlandes ist mit Getreide bestellt. Die dominierenden Kulturen sind Weizen, Roggen und Gerste, die sowohl der menschlichen Ernährung (Körnergewinnung) als auch der Tierfütterung (Grünernte) dienen.
Von den Sommergetreidearten hat Hafer mit knapp 19.000 Hektar die größte Anbaubedeutung.
Mais nimmt fast 20 % der Ackerfläche ein und wird sowohl zur Körnerproduktion als auch als Grünfutter genutzt.
Ölfrüchte werden auf einer Fläche von 126.300 Hektar kultiviert. Sowohl in Brandenburg als auch deutschlandweit ist der Winterraps die wichtigste Ölpflanze. Seit 2022 werden Flächen von gut 90.000 Hektar bis 99.000 Hektar mit dieser Frucht bestellt. Seit 2022 hat der Sonnenblumenanbau deutlich an Bedeutung gewonnen. Für das Jahr 2026 ist die Ernte dieser Ölpflanze erstmals auf einer Fläche von fast 32.000 Hektar zu erwarten.
Erbsen und Süßlupinen sind die bedeutendsten eiweißhaltigen Kulturen in Brandenburg - botanisch gehören diese Hülsenfrüchte zur Familie der Leguminosen. Sie sind als Tierfutter sowie zur Gründüngung von großer Bedeutung, da sie nicht nur proteinreich sind, sondern durch die biologische Stickstofffixierung den Boden nachhaltig verbessern. Eine vergleichsweise neue Kultur für Brandenburg ist die Sojabohne, deren Erntefläche für 2026 auf über 3.200 Hektar prognostiziert wird.
Hackfrüchte, zu denen vor allem Kartoffeln und Zuckerrüben gezählt werden und ein wichtiges Glied für abwechslungsreiche Fruchtfolgen darstellen, sind auf 14.300 Hektar zu roden. Die Zuckerrübe hat im Vergleich zu 1991 immer mehr an Bedeutung verloren. Ein Kartoffelland ist Brandenburg nicht. Die zu rodende Fläche hat sich um die 10.000 Hektar eingepegelt. 2026 erfolgt die Ernte auf 10.200 Hektar.
Anja Burton
Strukturerhebungen, Bodennutzung, Forsten
Dr. Thomas Troegel
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Bodennutzungshaupterhebung ist eine dezentrale Bundesstatistik mit einem Stichprobenumfang von höchstens 80 000 Betrieben. 2010, 2016 und 2020 erfolgte sie als Vollerhebung bei allen landwirtschaftlichen Betrieben.
Die Organisation der Datengewinnung ist Aufgabe der Statistischen Ämter der Länder. Die Daten der Betriebe werden über einen Online-Fragebogen (IDEV) erhoben. Für die Erhebung besteht Auskunftspflicht. Die Statistischen Ämter der Länder haben gemäß § 93 Absatz 5 AgrStatG zudem die Möglichkeit, Verwaltungsdaten (InVeKoS = Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem) für statistische Zwecke zu nutzen.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.