Ernteberichterstattung über Feldfrüchte und Grünland in Brandenburg
Juli 2026, fallweise
Die Erhebung liefert frühzeitig Schätzungen der voraussichtlichen und endgültigen Hektarerträge, für Feldfrüchte und Grünland. Dazu zählen u.a. Getreide, Kartoffeln, Ölfrüchte, Hülsenfrüchte, Zuckerrüben, Pflanzen zur Grünernte, Silomais und Dauergrünland.
Brandenburg
Weniger Getreide und Winterraps
Nach der zweiten Ernteschätzung im Juli 2026 rechnen Brandenburgs Landwirte mit einer Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von 2,3 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von 3 % gegenüber 2025.
Mit fast 53 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) liegt der Ertrag um 2 % unter dem des Vorjahres.
Nach Angaben der Ernteberichterstatter werden rund 671.600 Tonnen Wintergerste geerntet, das wäre seit 1991 die höchste Ernte. Der Ertrag liegt mit fast 66 dt/ha um knapp 5 % über dem Vorjahresergebnis. Grund für die sehr gute Ernte ist neben dem hohen Ertrag eine Flächenausdehnung von 3 %.
Der Ertrag beim Roggen wird auf 39 dt/ha geschätzt, 2025 waren es 42 dt/ha. Es wird mit einer Ernte von 469.100 Tonnen gerechnet, 2025 waren es noch 546.500 Tonnen.
Für Triticale, einer Kreuzung aus Winterweizen und Roggen, wird derzeit ein Ertrag von 46 dt/ha prognostiziert.
Beim Winterraps, Brandenburgs bedeutendster Ölfrucht, wird derzeit von einem Ertrag von 24 dt/ha ausgegangen. Auf Grund des schlechten Ertrages und der Flächenreduzierung werden voraussichtlich 218.400 Tonnen geerntet, während es 2025 noch 255.100 Tonnen waren.
Regina Kurz
Ernte- und Weinstatistiken
Dr. Thomas Troegel
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Ernte- und Betriebsberichterstattung für Feldfrüchte und Grünland ist eine dezentrale Bundesstatistik. Die Organisation der Datengewinnung ist Aufgabe der statistischen Ämter der Länder. Die Erhebung der Angaben erfolgt durch Befragung der Ernte- und Betriebsberichterstatter. Die Berichterstattung ist nach § 93 Absatz 3 Nummer 1 AgrStatG in Verbindung mit § 15 BStatG freiwillig.
Die Auswahl der Berichterstatter/-innen erfolgt durch die statistischen Ämter der Länder systematisch in einem nichtzufälligen Verfahren, so dass über einen langen Zeitraum ein mehr oder weniger dichtes Netz an freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Berichterstattern/-innen aufgebaut und gepflegt wird. Die Daten der Betriebe werden über einen Fragebogen in Papierform und zusätzlich über einen Online-Fragebogen (IDEV) erhoben. Die Erhebungsbögen werden den Auskunftsgebenden über die Kreiserhebungsstellen zur Verfügung gestellt und an uns zurückgeschickt.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.