Ernteberichterstattung über Feldfrüchte und Grünland in Brandenburg
August 2026, fallweise
Die Erhebung liefert frühzeitig Schätzungen der voraussichtlichen und endgültigen Hektarerträge, für Feldfrüchte und Grünland. Dazu zählen u.a. Getreide, Kartoffeln, Ölfrüchte, Hülsenfrüchte, Zuckerrüben, Pflanzen zur Grünernte, Silomais und Dauergrünland.
Brandenburg
Mehr Getreide aber weniger Winterraps
Nach dem zweiten vorläufigen Ergebnis der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung 2026 rechnen Brandenburgs Landwirte mit einer Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von knapp 2,5 Millionen Tonnen. Der Ertrag mit 55,8 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) liegt um 4 % über dem Ertrag des Vorjahres.
Für Winterweizen, der anbaustärksten Getreideart, wurde ein Ertrag von 61,8 dt/ha ermittelt, im Vorjahr waren es 63,2 dt/ha. Die Erntemenge mit 1.016.400 Tonnen liegt nur geringfügig unter dem des Vorjahres, aber um fast 3 % über dem langjährigen Mittel (2020 – 2025).
Nach Angaben der Auskunftsgebenden wurden 716.000 Tonnen Wintergerste geerntet. Seit 1991 wurde noch nie so viel von dieser Getreideart gedroschen. Der Ertrag liegt mit 70,3 dt/ha um 12 % über dem Vorjahresergebnis.
Der Ertrag beim Roggen beläuft sich auf 42,1 dt/ha und entspricht dem Niveau des Vorjahres. Die Erntemenge sank um 6 % auf 511.500 Tonnen.
Für Triticale, eine Kreuzung aus Winterweizen und Roggen, ergibt sich ein Ertrag von 52,1 dt/ha. Die Erntemenge stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 10 % auf 147.600 Tonnen.
Beim Winterraps, Brandenburgs bedeutendster Ölfrucht, wird von einem Ertrag von 21,6 dt/ha ausgegangen. Im Vorjahr waren es noch 27,6 dt/ha. Geerntet wurden 195.000 Tonnen. Letztmalig wurden im Jahr 2019 weniger als 200.000 Tonnen geerntet. Im Vergleich zum langjährigen Mittel sind das knapp 30 % weniger.
Regina Kurz
Ernte- und Weinstatistiken
Dr. Thomas Troegel
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Ernte- und Betriebsberichterstattung für Feldfrüchte und Grünland ist eine dezentrale Bundesstatistik. Die Organisation der Datengewinnung ist Aufgabe der statistischen Ämter der Länder. Die Erhebung der Angaben erfolgt durch Befragung der Ernte- und Betriebsberichterstatter. Die Berichterstattung ist nach § 93 Absatz 3 Nummer 1 AgrStatG in Verbindung mit § 15 BStatG freiwillig.
Die Auswahl der Berichterstatter/-innen erfolgt durch die statistischen Ämter der Länder systematisch in einem nichtzufälligen Verfahren, so dass über einen langen Zeitraum ein mehr oder weniger dichtes Netz an freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Berichterstattern/-innen aufgebaut und gepflegt wird. Die Daten der Betriebe werden über einen Fragebogen in Papierform und zusätzlich über einen Online-Fragebogen (IDEV) erhoben. Die Erhebungsbögen werden den Auskunftsgebenden über die Kreiserhebungsstellen zur Verfügung gestellt und an uns zurückgeschickt.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.