Holzeinschlag in Brandenburg
2025, jährlich
Die Holzeinschlagsstatistik liefert Ergebnisse zum Rohholzaufkommen in Deutschland differenziert nach Holzartengruppen (z. B. Eiche) und Sorten (z. B. Stammholz) jeweils nach Waldeigentumsarten (Staats-, Körperschafts- und Privatwald).
Brandenburg
Holzeinschlag seit 2023 auf gleichbleibendem Niveau
Die Abbildung zeigt den Holzeinschlag der letzten 15 Jahre in Brandenburg. Grundsätzlich umfasst der Holzeinschlag die gesamte Holzmasse von Bäumen, die innerhalb eines Kalenderjahres gefällt und aufgearbeitet werden. Brandenburgs Holzeinschlag betrug im Jahr 2025 rund 4,6 Millionen Kubikmeter Holz (ohne Rinde). Der durch Schäden verursachte Holzeinschlag nimmt seit 2022 stetig ab.
Im Jahr 2025 wurden in den Wäldern Brandenburgs rund 320.000 Kubikmeter Laubholz eingeschlagen. Der Einschlag erhöhte sich gegenüber 2024 sowohl bei Eichen als auch bei Buchen um 11 % (rund 10.000 Kubikmeter) bzw. 12 % (23.500 Kubikmeter). Beim Nadelholz ist der Holzeinschlag im Vergleich zum Vorjahr gesunken, wobei der Rückgang bei Kiefern, der häufigsten Baumart in Brandenburg, mit rund 3.000 Kubikmetern (0,1 %) sehr gering ausfällt. Im Gegensatz dazu ist bei den Fichten eine Verringerung des Holzeinschlags um 46 % bzw. rund 100.000 Kubikmeter zu verzeichnen.
Der Anteil des Holzeinschlags, der durch Schäden verursacht wurde, liegt mit rund 8 % auf dem niedrigsten Stand seit 2017. Im Jahr zuvor waren es 12 %. Ursachen für Schadholzeinschlag sind Wind und Sturm (21 %), Schädigungen durch Insekten (33 %) sowie eine zunehmende Trockenheit (36 %). Der Einschlag aufgrund sonstiger Ursachen lag bei 10 % und ging gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte zurück. Zu den sonstigen Ursachen zählen unter anderem Brandholz, Pilzbefall und „neuartige“ Waldschäden, also großflächige Waldkrankheiten, die etwa durch Luftverunreinigungen und sauren Regen ausgelöst werden.
Anja Burton
Strukturerhebungen, Bodennutzung, Forsten
Dr. Thomas Troegel
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Erhebung ist eine dezentrale Bundesstatistik. In der Datengewinnung erfolgt eine Kombination aus Nutzung von Verwaltungsdaten, direkter Befragung und Schätzung. Die Organisation der Datengewinnung ist Aufgabe der Statistischen Ämter der Länder. Die Daten der Betriebe werden über einen Online-Fragebogen (IDEV) erhoben. Für die Erhebung besteht Auskunftspflicht. Auskunftspflichtig sind die Inhaberinnen und Inhaber bzw. Leiterinnen und Leiter der Betriebe, die Rohholz auf Waldflächen erzeugen.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.