Insolvenzen
01.01. - 31.03.2026, vierteljährlich
Die Insolvenzstatistik liefert monatliche Informationen über die Anzahl der eröffneten, mangels Masse oder mit gerichtlichem Schuldenbereinigungsplan beendeten Insolvenzverfahren sowie weitere Merkmale, wie die Höhe der voraussichtlichen Forderungen, Rechtsform und Wirtschaftszweig von Unternehmen, Verbrauchenden, ehemals selbstständig Tätigen und anderen
natürlichen Personen.
Berlin
Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen
In Berlin wurden im 1. Quartal 2026 insgesamt 1.488 Insolvenzverfahren gemeldet. Das sind 230 Verfahren bzw. 13,4 % weniger als im gleichen Vorjahresquartal. Bei 426 Verfahren handelte es sich um Unternehmensinsolvenzen. Hier wurden 16,6 % (85 Fälle) weniger als im Vergleichsquartal gezählt. Bei den übrigen Schuldnern (Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, Verbraucher und Nachlässe) fiel die Verfahrensanzahl ebenfalls auf insgesamt 1.062 Fälle (- 145 Fälle) um 12,0 Prozent. Davon wurden 787 Verfahren von Verbrauchern beantragt; 57 Verfahren weniger als im 1. Quartal 2025.
Am häufigsten von der Unternehmensinsolvenz betroffen war in diesem Quartal der Bereich „Gastgewerbe“ mit 91 Verfahren, gefolgt vom Bereich “Baugewerbe“ mit 54 Verfahren. Im Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ und im Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ wurden 50 bzw. 45 Verfahren gezählt.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen wurden in den Stadtbezirken Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 76 bzw. 71 Verfahren verzeichnet.
Laura Wagner
Insolvenzen
Pressestelle
Brandenburg
Deutlicher Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen
Im 1. Quartal 2026 wurden in Brandenburg insgesamt 960 Insolvenzverfahren gemeldet. 28 Verfahren bzw. 3,0 % mehr als im Vorjahresquartal. Bei 132 Verfahren handelte es sich um Unternehmensinsolvenzen. Hier wurden 14,8 % (17 Fälle) mehr als im Vergleichsquartal gezählt. Bei den übrigen Schuldnern (Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, Verbraucher und Nachlässe) stieg die Verfahrensanzahl ebenfalls um 11 Fälle auf insgesamt 828 Verfahren. 631 Verfahren davon wurden von Verbrauchern beantragt; 14 Verfahren mehr als im 1. Quartal 2025.
Am häufigsten von Unternehmensinsolvenz betroffen war in diesem Quartal der Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ mit 23 Verfahren, gefolgt vom Baugewerbe mit 18 Verfahren. In den Bereichen „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ und „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ wurden 16 bzw. 15 Verfahren gezählt.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Landkreis Dahme-Spreewald mit 24 Verfahren. Für die Landeshauptstadt Potsdam wurden 12 Verfahren gezählt. Im Landkreis Oberhavel wurden 13 Verfahren und im Landkreis Teltow-Fläming 12 Verfahren verzeichnet.
Laura Wagner
Insolvenzen
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Datenlieferung erfolgt durch die Brandenburger und Berliner Amtsgerichte größtenteils elektronisch.
Zur Übermittlung der Daten nutzen die Insolvenzgerichte das Onlinemeldeverfahren IDEV (Internet-Daten-Erhebung im Verbund) bzw. den postalischen Weg.
In der Insolvenzstatistik werden nur Fälle ausgewiesen, bei denen ein gerichtlicher Beschluss über die Eröffnung, die Abweisung mangels Masse oder die Bestätigung eines Schuldenbereinigungsplans erfolgte. Fälle, die bei Gericht eingehen, aber aus unterschiedlichen Gründen wieder zurückgenommen werden, sind nicht berücksichtigt. Ebenso werden mehrere Insolvenzanträge zu einem Schuldner in der Regel zu einem Hauptaktenzeichen zusammengefasst und an die Statistik übermittelt.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.