Insolvenzen
01.04. bis 30.06.2026, vierteljährlich
Die Insolvenzstatistik liefert monatliche Informationen über die Anzahl der eröffneten, mangels Masse oder mit gerichtlichem Schuldenbereinigungsplan beendeten Insolvenzverfahren sowie weitere Merkmale, wie die Höhe der voraussichtlichen Forderungen, Rechtsform und Wirtschaftszweig von Unternehmen, Verbrauchenden, ehemals selbstständig Tätigen und anderen
natürlichen Personen.
Berlin
Starker Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen
In Berlin wurden im 2. Quartal 2026 insgesamt 1.693 Insolvenzverfahren gemeldet. Das sind 40 Verfahren bzw. 7,3 % weniger als im gleichen Vorjahresquartal. Bei 468 Verfahren handelte es sich um Unternehmensinsolvenzen. Hier wurden 30,4 % (59 Fälle) weniger als im Vergleichsquartal gezählt. Bei den übrigen Schuldnern (Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, Verbraucher und Nachlässe) stieg die Verfahrensanzahl auf insgesamt 1.225 Fälle (1206 Fälle) um 1,6 %. Davon wurden 922 Verfahren von Verbrauchern beantragt; 64 Verfahren mehr als im 2. Quartal 2025.
Am häufigsten von der Unternehmensinsolvenz betroffen war in diesem Quartal der Bereich „Gastgewerbe“ mit 125 Verfahren, gefolgt vom Bereich „Baugewerbe“ mit 52 Verfahren. Im Bereich „Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ und im Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ wurden 51 bzw. 44 Verfahren gezählt.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen wurden in den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 123 bzw. 83 Verfahren verzeichnet.
Laura Wagner
Insolvenzen
Pressestelle
Brandenburg
Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen, Rückgang bei Verfahren übriger Schuldner
Im 2. Quartal 2026 wurden in Brandenburg insgesamt 1022 Insolvenzverfahren gemeldet. 2 Verfahren bzw. 1,9 % weniger als im Vorjahresquartal. Bei 154 Verfahren handelte es sich um Unternehmensinsolvenzen. Hier wurden 6,9 % (10 Fälle) mehr als im Vergleichsquartal gezählt. Bei den übrigen Schuldnern (Gesellschafter, ehemals selbständig Tätige, Verbraucher und Nachlässe) sank die Verfahrensanzahl um 12 Fälle auf insgesamt 868 Verfahren. 651 Verfahren davon wurden von Verbrauchern beantragt; 21 Verfahren weniger als im 2. Quartal 2025.
Am häufigsten von Unternehmensinsolvenz betroffen war in diesem Quartal der Bereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ mit 27 Verfahren, gefolgt vom Baugewerbe mit 24 Verfahren. In den Bereichen „Grundstücks- und Wohnungswesen“ und „Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen“ wurden 16 bzw. 15 Verfahren gezählt.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 20 Verfahren. Für die Landeshauptstadt Potsdam wurden 6 Verfahren gezählt. Im Landkreis Dahme-Spreewald wurden 16 Verfahren und im Landkreis Teltow-Fläming 11 Verfahren verzeichnet.
Laura Wagner
Insolvenzen
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Datenlieferung erfolgt durch die Brandenburger und Berliner Amtsgerichte größtenteils elektronisch.
Zur Übermittlung der Daten nutzen die Insolvenzgerichte das Onlinemeldeverfahren IDEV (Internet-Daten-Erhebung im Verbund) bzw. den postalischen Weg.
In der Insolvenzstatistik werden nur Fälle ausgewiesen, bei denen ein gerichtlicher Beschluss über die Eröffnung, die Abweisung mangels Masse oder die Bestätigung eines Schuldenbereinigungsplans erfolgte. Fälle, die bei Gericht eingehen, aber aus unterschiedlichen Gründen wieder zurückgenommen werden, sind nicht berücksichtigt. Ebenso werden mehrere Insolvenzanträge zu einem Schuldner in der Regel zu einem Hauptaktenzeichen zusammengefasst und an die Statistik übermittelt.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.