Energie- und CO₂-Bilanz
2023, jährlich
Die Daten geben Auskunft über das Aufkommen und die Verwendung von Energieträgern sowie die energiebedingten CO2-Emissionen in den Wirtschaftsräumen Berlin und Brandenburg. Berechnungsgrundlage ist die Methodik des „Länderarbeitskreises Energiebilanzen“.
Berlin
Niedrigster Energieverbrauch im Jahr 2023
In den endgültigen Energie- und CO2-Bilanzen 2023 wurde ein Rückgang des Energieverbrauchs und der energiebedingten CO2-Emissionen verzeichnet. Das zweite Jahr in Folge sank der Erdgasverbrauch auf den niedrigsten Wert seit 2017.
Der Endenergieverbrauch von Erdgas ging gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % auf 43.665 Terajoule zurück. Der Primärenergieverbrauch und der Endenergieverbrauch gingen insgesamt um 3,6 % und 2,4 % zurück. Der Stromverbrauch ging ebenfalls zurück (–3,4 %) und betrug 42.409 Terajoule.
Die CO2-Emissionen sanken infolgedessen ebenfalls. Nach Quellenbilanz um 4,3 % auf 12,3 Mill. Tonnen und nach Verursacherbilanz um 7,9 % auf 13,9 Mill. Tonnen. Die Gesamtemissionen (Verursacherbilanz) lagen demnach um 52,5 % unter dem Niveau des Basisjahres 1990.
Mathias Geburek
Energiebilanzen
Pressestelle
Brandenburg
Gestiegene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
Der Primärenergieverbrauch betrug 2023 571,5 Terajoule und damit 1,0 % weniger als im Vorjahr. Gegenüber 1990 ergibt sich ein Rückgang um 34,6 %. Der Einsatz der Energieträger Erdgas und Braunkohle nahm im Vergleich zum Vorjahr ab (–4,5 % und –1,4 %), Erneuerbare Energien legten hingegen um 4,1 % zu.
Die Stromerzeugung in Kraftwerken sowie Windkraft- und Photovoltaikanlagen betrug 51.041 Gigawattstunden (GWh). Dabei überstieg die Erzeugung aus erneuerbaren Energien (45,1 %) erstmals den Anteil von Braunkohle (43,2 %). Der überwiegende Teil, nämlich 60,3 % bzw. 30.791 GWh, des erzeugten Stroms wurde von Brandenburg exportiert. Der Stromverbrauch im Land inklusive Übertragungsverluste betrug 20.250 GWh, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien übersteigt mit 23.000 GWh somit sogar den Verbrauch.
Mathias Geburek
Energiebilanzen
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Energiebilanzen geben Aufschluss über die energiewirtschaftliche Entwicklung in den Ländern Berlin und Brandenburg, mit Aussagen über den Verbrauch von Energieträgern in einzelnen Sektoren sowie deren Fluss von der Erzeugung bis zur Verwendung in den verschiedenen Umwandlungs- und Verbrauchsbereichen. Unter Energieträgern versteht man alle Quellen, aus denen direkt oder durch Umwandlung Energie gewonnen wird.
In den CO2-Bilanzen wird die Gesamtmenge des emittierten Kohlendioxids, getrennt nach Energieträgern, in den Sektoren nachgewiesen. Die Bilanzierung der energiebedingten CO2-Emissionen erfolgt nach einer im Länderarbeitskreis Energiebilanzen abgestimmten Methodik. Den Berechnungen liegen die Energiebilanzen zu Grunde. Daneben werden spezifische, auf den Heizwert eines Energieträgers bezogene CO2-Faktoren benötigt, die das Umweltbundesamt zur Verfügung stellt.
Zu diesem Bericht sind keine Metadaten vorhanden. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Länderarbeitskreises Energiebilanzen.