Die drei Teile

der Erhebung

Der Zensus umfasst insgesamt drei Erhebungsteile: die Haushaltebefragungen auf Stichprobenbasis (sogenannte Haushaltsstichprobe), die Befragungen in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften (sogenannten Sonderbereichen) und eine Gebäude- und Wohnungszählung (kurz: GWZ).

Teil 1:

Haushaltebefragungen auf Stichprobenbasis
(sogenannte Haushaltsstichprobe)

Bei der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis werden Personen in privaten Haushalten Berlins und Brandenburgs persönlich befragt. Ausgewählt werden diese auf Basis der Anschrift. Mehr Infos im Video:

Alle Videos stehen in einer deutschen und englischen Audioversion zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es die Videos mit arabischen (عربي)türkischen (türkçe)polnischen (polski) und russischen (pусский) Untertiteln.

Mit der Haushaltsstichprobe werden zum einem die amtliche Einwohnerzahl erfasst sowie Über- und Untererfassungen in den Melderegistern aufgedeckt. Zum anderen werden weitere Merkmale, wie beispielsweise das Bildungsniveau, ermittelt. In einem Artikel der Zeitschrift für amtliche Statistik Berlin-Brandenburg erhalten Sie einen Überblick über die Umsetzung der Haushaltsstichprobe im Gesamtkontext des Zensus 2022. 

In einem Pretest wurden zwischen November 2019 und März 2020 die konzipierten Verfahrensabläufe und Erhebungsinstrumente für die Haupterhebung getestet. Die ermittelten Strukturdaten über die Bevölkerung dienen als Grundlage für politische Entscheidungen von Bund, Ländern und Gemeinden auf den Gebieten Bevölkerung, Wirtschaft, Soziales, Wohnungswesen, Raumordnung, Verkehr, Umwelt und Arbeitsmarkt. Die Befragung führen offizielle Erhebungsbeauftragte örtlicher Erhebungsstellen durch.

Erhebungsstellen


In der Vorbereitungszeit des Zensus wurden in den Kommunen Erhebungsstellen eingerichtet. Die Erhebungsstellen kümmern sich eigenverantwortlich um die Anwerbung, Betreuung, Schulung und Koordination der Erhebungsbeauftragten. Sie bilden Erhebungsbezirke und teilen die Erhebungsbeauftragten dort ein. Die Qualität der Erhebungen wird von den Erhebungsstellen fortlaufend sichergestellt. Zudem liegt die Kontrolle der Erhebungsunterlagen genauso in ihrem Verantwortungsbereich wie die Kontaktaufnahme mit säumigen auskunftspflichtigen Bürgerinnen und Bürgern, sodass am Ende die Erhebungsunterlagen vollständig an das statistische Amt übermittelt werden können.

Erhebungsbeauftragte


Die Erhebungsbeauftragten (Interviewerinnen und Interviewer) führen die Befragungen vor Ort durch. In unserem Film wird der Ablauf dargestellt. Sie besuchen die in der Stichprobe ausgewählten Anschriften und erfassen die Daten mit einem (Online-)Fragebogen. Die Voraussetzungen für den Einsatz als Erhebungsbeauftragter sind gesetzlich festgelegt.

Alle Bewerberinnen und Bewerber werden von den Erhebungsstellen in den Kommunen nach den festgelegten Auswahlkriterien geprüft und im Zweifel auch abgelehnt. Vor ihrem Einsatz müssen sie sich gesetzlich auf die Wahrung des Statistikgeheimnisses und zur Geheimhaltung der Erkenntnisse, die sie während und nach ihrer Tätigkeit gewonnen haben, schriftlich verpflichten.

Am 15.05.2022 startet die Haupterhebung.
Unterstützen Sie uns als Interviewerin
oder Interviewer im Zensus 2022!

Ab dem Zensusstichtag beginnen die Erhebungsbeauftragten mit den persönlichen Befragungen in Haushalten und Wohnheimen aus der Stichprobe. Die Erhebungsbeauftragten erhalten einen Ausweis, welcher Ihre Tätigkeit als Interviewerin oder Interviewer offiziell bestätigt. Weitere Informationen zur Haushaltebefragung erhalten Sie auf der offiziellen Zensus-Seite.

Teil 2:

Befragungen in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften (sogenannten Sonderbereichen)

Bei der Befragung an Anschriften mit Sonderbereichen werden in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften in Berlin und Brandenburg jede Bewohnerin und jeder Bewohner über eine Vollerhebung erfasst. 

In den Wohnheimen geben die dort wohnenden Personen selbst Auskunft. In den Gemeinschaftsunterkünften übernehmen die Leitungen stellvertretend die Auskunftspflicht für die Bewohnerschaft. 

Zu den Gemeinschaftsunterkünften zählen beispielsweise Alten- und Pflegeheime, psychiatrische Einrichtungen, Justizvollzugsanstalten oder Gemeinschaftsunterkünfte von Flüchtlingen.

Vorbefragung

Um wesentliche Fragen zu den Einrichtungen vor der Durchführung der Haupterhebung zu klären, wurde ab Anfang 2020 direkt bei den Leitungen der Einrichtungen oder bei den Trägern eine Vorbefragung durchgeführt. In einem Artikel der Zeitschrift für amtliche Statistik Berlin Brandenburg werden die Organisation und die Durchführung der Vorbefragung vorgestellt.

Weitere Informationen zur Erhebung in den Sonderbereichen erhalten Sie auf der offiziellen Zensus-Seite.

Schmuckbild Sonderbereiche

Teil 3:

Gebäude- und Wohnungszählung

Im Rahmen der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) werden alle Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Verwalterinnen und Verwalter von Gebäuden mit Wohnraum und Wohnungen in Berlin und Brandenburg befragt. Die Erfassung aller am Erhebungsstichtag bestehenden Gebäude mit Wohnraum über eine Voll­erhebung ist eine wichtige Grundlage für wohnungspolitische Entscheidungen und Maßnahmen in der Raumplanung.

Bei der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) werden alle am Erhebungsstichtag bestehenden Gebäude mit Wohnraum, bewohnten Unterkünften sowie der darin befindlichen Wohnungen erfasst. Welche Merkmale erfragt werden, wird im Video erklärt:

Alle Videos stehen in einer deutschen und englischen Audioversion zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es die Videos mit arabischen (عربي)türkischen (türkçe)polnischen (polski) und russischen (pусский) Untertiteln.

Über einen kurzen Online-Fragebogen können die maximal elf Fragen schnell und einfach beantwortet werden. Die Zugangsdaten erhalten die auskunftspflichtigen Personen per Brief. Wie der Online-Fragebogen aufgebaut ist, erfahren Sie hier.

Die Anmeldemaske zum IDEV-Fragebogen finden Sie auf der offiziellen Zensus-Seite, die barrierefreie Unterrichtung unter Gesetzliche Grundlagen. Weitere Informationen zur Gebäude- und Wohnungszählung stehen ebenfalls auf der offiziellen Zensus-Seite.

Unternehmen der Wohnungswirtschaft
Unterlagen für die Übermittlung von Erhebungsunterlagen für die Unternehmen der Wohnungswirtschaft finden Sie auf der Seite Daten melden.

Als Unternehmen der Wohnungswirtschaft zählt, wer gewerblich tätig ist und einen Bestand von mindestens 50 Gebäuden mit Wohnraum und/oder Wohnungen im Eigentum oder in der Verwaltung hat.

Unabhängige Erhebung der Finanzämter

Alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken müssen im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Oktober 2022 Grundsteuerwerterklärungen an ihr zuständiges Finanzamt übermitteln. Hintergrund ist die Reform der Grundsteuer (www.grundsteuerreform.de). Die Grundsteuerwerterklärungen sind von der Gebäude- und Wohnungszählung im Rahmen des Zensus 2022 unabhängig. Aus Datenschutzgründen können die Erhebungen nicht zusammengelegt werden. Die erhobenen Daten der Gebäude- und Wohnungszählung werden ausschließlich für die Belange des Zensus 2022 im gesetzlichen Auftrag gegenüber den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder verwendet und zum schnellstmöglichen Zeitpunkt anonymisiert. Sie werden nicht für die Kontrolle der bei der Grundsteuer gemachten Angaben genutzt. Eine Weitergabe von Daten, die im Zuge der Zensuserhebung 2022 erhoben wurden, an andere staatliche Stellen ist untersagt.

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