Energieverbrauch und CO₂-Emissionen weiter gesunken
Die vorläufigen Ergebnisse der Energie- und CO₂-Bilanz 2024 zeigen auch weiterhin einen Rückgang beim Energieverbrauch und bei den CO₂-Emissionen.

Pressemitteilung Nr. 83
Photovoltaik boomt – vor allem in Brandenburg: 2024 wurde dort mehr als die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Quellen eingespeist. Auch Berlin erreichte einen neuen Höchstwert. Das zeigen aktuelle Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zum Welttag der Umwelt am 5. Juni.
Die Energiewende kommt voran – zumindest bei der Stromerzeugung. Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne stehen unbegrenzt zur Verfügung, emittieren bei der Umwandlung kein klimaschädliches CO₂ und sind ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. 2024 erreichte ihr Anteil an der Stromeinspeisung in Brandenburg mit 52,7 % einen neuen Höchststand. Auch Berlin verzeichnete mit 5,6 % einen Rekordwert – wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau.
Photovoltaik als Treiber
Besonders stark stieg die Einspeisung von Strom aus Sonnenenergie – dank zahlreicher neuer Photovoltaikanlagen. In Brandenburg legte sie um 10 % gegenüber dem Vorjahr zu und erreichte 5.229 Gigawattstunden (GWh). In Berlin stieg sie um 25 % auf 120 GWh. Zum Vergleich: Eine Gigawattstunde entspricht einer Million Kilowattstunden (kWh), ein Zwei-Personenhaushalt verbraucht durchschnittlich circa 3.500 kWh pro Jahr. Umgerechnet könnte Brandenburg damit rund 1,49 Millionen Zwei-Personen-Haushalte mit Sonnenstrom versorgen – Berlin immerhin etwa 34.000 Haushalte.
Berlin bleibt Strom-Importeur
Berlin ist weiter auf die Stromversorgung aus Brandenburg angewiesen – insbesondere in den Sommermonaten, wenn die Kraftwerke in der Hauptstadt gedrosselt laufen. Der Großteil des Berliner Stroms stammt aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), die vorrangig im Winter zur Fernwärmeerzeugung betrieben werden. Brandenburg produziert dagegen überwiegend Strom unabhängig von Wärmenutzung.
Braunkohle verliert an Bedeutung
Auch die konventionelle Stromerzeugung verändert sich: Die Einspeisung aus Rohbraunkohle sank 2024 gegenüber dem Vorjahr um 14 % auf 17.411 GWh. Zwar bleibt sie aktuell noch wichtigster Einzelenergieträger, doch die Windkraft folgt mit 14.623 GWh bereits dicht dahinter.
Datenangebot
Weitere Datenangebote finden Sie im Statistischen Berichten E IV 4 – j für Berlin und Brandenburg, der auf www.statistik-berlin-brandenburg.de/wirtschaft/umwelt zum kostenlosen Herunterladen bereitsteht, sowie auf der Homepage des Länderarbeitskreises Energiebilanzen www.lak-energiebilanzen.de.
Die vorläufigen Ergebnisse der Energie- und CO₂-Bilanz 2024 zeigen auch weiterhin einen Rückgang beim Energieverbrauch und bei den CO₂-Emissionen.
Der Energieverbrauch der Berliner Industriebetriebe sank im Vergleich zum Vorjahr um 288 Terajoule auf 9.652 Terajoule (TJ).
Der Energieverbrauch der Brandenburger Industrie stieg 2024 um 5.277 Terajoule auf 176.517 Terajoule (TJ).