Erwerbstätige am Arbeitsort – Vierteljahresergebnisse
1. Vj 2014 bis 2. Vj 2026, Berechnungsstand: August 2026, vierteljährlich
Hier finden Sie vierteljährliche Ergebnisse zur Zahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort in Berlin und Brandenburg aus der Erwerbstätigenrechnung des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ (AK ETR) nach ausgewählten Wirtschaftsbereichen für das 1. Quartal 2014 bis zum 2. Quartal 2026.
Berlin
Zahl der Erwerbstätigen in Berlin weiter gesunken
Im 2. Quartal 2026 waren in Berlin 2.191.100 Personen erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ (AK ETR) ging die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahresquartal um 5.900 Personen bzw. 0,3 % zurück. Damit ist die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Berlin im Vorjahresvergleich das fünfte Quartal in Folge gesunken. Bundesweit nahm die Erwerbstätigkeit im 2. Quartal 2026 um 0,5 % ab.
In den Dienstleistungsbereichen verzeichnete Berlin einen Rückgang der Erwerbstätigkeit um 5.800 Personen. Mit –0,3 % fiel der Rückgang stärker aus als im Bundestrend (–0,1 %). Hierzu trugen Rückgänge in den Bereichen „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen“ um 7.400 Personen (–1,4 %) sowie „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ um 6.700 Personen (–1,2 %) bei. Im Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ erhöhte sich die Erwerbstätigkeit hingegen um 8.200 Personen. Die Zunahme um 0,9 % fiel etwas geringer aus als im Bundesdurchschnitt (+1,0 %).
Sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (–1,0 %) als auch im Baugewerbe (–0,2 %) ging die Erwerbstätigkeit in Berlin im 2. Quartal 2026 zurück. Im Produzierenden Gewerbe insgesamt blieb die die Zahl der Erwerbstätigen in Berlin jedoch nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahresquartals, während sie bundesweit um 1,7 % zurückging.
Benjamin Gampfer
Erwerbstätigkeit
Jonas Geppert
Erwerbstätigkeit
Pressestelle
Brandenburg
Zahl der Erwerbstätigen in Brandenburg weiterhin rückläufig
Im 2. Quartal 2026 waren in Brandenburg 1.142.400 Personen erwerbstätig. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging die Erwerbstätigkeit um 3.400 Personen bzw. 0,3 % zurück. Damit ging die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Brandenburg im Vorjahresvergleich das sechste Quartal in Folge zurück. Bundesweit sank die Erwerbstätigkeit um 0,5 %, in Ostdeutschland ohne Berlin um 0,8 %.
Abweichend von dem leicht rückläufigen Bundestrend (–0,1 %) verzeichnete Brandenburg im Dienstleistungssektor eine Zunahme der Erwerbstätigkeit um 3.800 Personen (+0,4 %) gegenüber dem Vorjahresquartal. Das resultierte überwiegend aus einem Anstieg im Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ um 5.400 Personen (+1,3 %). Dagegen sank die Erwerbstätigkeit in den Bereichen „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen“ um 900 Personen (–0,5 %) sowie „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ um 800 Personen (–0,3 %).
Im Produzierenden Gewerbe setzte sich die seit dem 4. Quartal 2023 andauernde rückläufige Entwicklung fort. Hier ging die Erwerbstätigkeit im 2. Quartal 2026 um 6.700 Personen bzw. 2,7 % zurück. Das ist vor allem auf die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen: Mit einem Minus um 5.700 Personen bzw. 4,4 % nahm der rückläufige Trend im 2. Quartal 2026 weiter an Dynamik zu. Im Baugewerbe fiel der Rückgang mit 1,3 % geringer aus. In der „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei“ waren 500 Personen bzw. 1,8 % weniger erwerbstätig als im Vorjahresquartal.
Benjamin Gampfer
Erwerbstätigkeit
Jonas Geppert
Erwerbstätigkeit
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Erwerbstätigenrechnung (ETR) liefert ein umfassendes Bild der wirtschaftlich aktiven Bevölkerung. Auf der Grundlage einer Vielzahl erwerbsstatistischer Datenquellen wird sowohl die Zahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort (Inlandskonzept) und Wohnort (Inländerkonzept) als auch das Arbeitsvolumen nach der Stellung im Beruf und der wirtschaftsfachlichen Gliederung ermittelt. Ergebnisse für das Bundesgebiet werden von Destatis berechnet, für die Länder sowie Landkreise und kreisfreien Städte vom Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ (AK ETR). Die Berechnungen erfolgen nach den konzeptionellen und definitorischen Vorgaben des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 2010), wodurch internationale Vergleichbarkeit gewährleistet ist.
Die hier vorliegenden Zahlen sind Ergebnisse des AK ETR, die auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom August 2026 abgestimmt sind. Neben der Erstberechnung der Erwerbstätigkeit im 2. Quartal 2026 wurden die Ergebnisse für das 1. Quartal 2022 bis 1. Quartal 2026 turnusmäßig überarbeitet.
Die Ergebnisse der unmittelbar zurückliegenden Quartale werden aufgrund der sich ändernden Datenbasis im Laufe der Folgequartale jeweils zu jeder Vierteljahresrechnung, die Ergebnisse der letzten vier Jahre i. d. R. jeweils zum Berechnungsstand August eines Jahres überarbeitet. Darüber hinaus werden die Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) einschließlich der ETR etwa alle fünf Jahre einer Generalrevision unterzogen, um neue international vereinbarte Konzepte, Definitionen und Klassifikationen einzuführen, methodische Verbesserungen umzusetzen und neue Datenquellen einzubeziehen. Im Jahr 2024 fand in Deutschland – wie in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union – eine umfassende Revision der VGR einschließlich der ETR statt. Weitere Informationen zur Revision 2024 in der regionalen ETR können den Metadaten zu dieser Statistik sowie der Internetseite des AK ETR entnommen werden.
Nächste Aktualisierung: Dezember 2026
Ergebnisse aller Bundesländer Deutschlands stellt der AK ETR unter https://www.statistikportal.de/de/etr/publikationen zur Verfügung
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.