Umsatzsteuerstatistik (Voranmeldungen)
2024, jährlich
Die Umsatzsteuerstatistik dient der Beurteilung der Struktur und Wirkungsweise der Umsatzsteuer und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung. Aus der Beobachtung der Umsätze ergeben sich wertvolle Informationen für die Haushaltsplanungen und Steuerschätzungen des Bundes und der Länder.
Berlin
Umsatzsteuereinnahmen 2024 um 13 % gestiegen
In 2024 betrug die Anzahl der zur Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichteten Unternehmen im Land Berlin 168.149. Das waren 2,3 % mehr als im Jahr davor. Der Umsatz der Berliner Unternehmen stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,2 %. Rund 381 Milliarden EUR an Umsätzen aus Lieferungen und Leistungen wurden bei der Senatsverwaltung angemeldet und 11,8 Milliarden EUR Umsatzsteuer im Voraus entrichtet. Somit stiegen die Einnahmen um 13,2 %.
Die drei umsatzstärksten Wirtschaftsbereiche waren der Handel inklusive Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, das Verarbeitende Gewerbe und die Energieversorgung. Sie erzielten insgesamt 52,5 % des Umsatzes (200 Milliarden EUR).
Die Berliner Unternehmen des Handels, der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen waren am umsatzstärksten (100,4 Milliarden EUR). Das entspricht mehr als einem Viertel (26,3 %) der Umsätze in Berlin und einem Umsatzzuwachs von 7 % zum Vorjahr. Der Bereich mit den zweithöchsten Umsätzen war das Verarbeitende Gewerbe mit 50,9 Milliarden EUR. Dies entspricht einem Umsatzanteil von 13,3 % und einem Rückgang um 3 %. Die Energieversorgung erwirtschaftete mit 48,8 Milliarden EUR die dritthöchsten Umsätze und 12,8 % der Gesamtumsätze. Die Umsätze in diesem Bereich sanken um 16,6 %. Die höchste Umsatzsteigerung zum Vorjahr mit einem Anstieg von knapp einem Fünftel (19 %) erzielten die Unternehmen der Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.
Anett Sommerfeld
Steuern
Pressestelle
Brandenburg
Umsatzsteuereinnahmen 2024 um 13,4 % gestiegen
In 2024 ist die Zahl der zur Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichteten Unternehmen im Land Brandenburg leicht gesunken. Im Berichtsjahr betrug die Anzahl der Unternehmen 87.163 (–0,2 %). Die Brandenburger Unternehmen mussten gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzrückgang von 4,2 % verkraften, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt. Rund 115,3 Milliarden EUR an Umsätzen aus Lieferungen und Leistungen wurden bei der Finanzverwaltung angemeldet und knapp 3,7 Milliarden EUR Umsatzsteuer im Voraus gezahlt. Damit stiegen die Umsatzsteuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 13,4 %.
Die anteilig höchsten Umsätze wurden in den Landkreisen Oder-Spree (14,6 %) und Dahme-Spreewald (10,1 %) erzielt. Die meisten voranmeldepflichtigen Unternehmen mit rund 10 % waren in Oberhavel (8.631 Steuerpflichtige) und in Potsdam-Mittelmark (8.619 Steuerpflichtige) ansässig.
Die drei umsatzstärksten Wirtschaftsbereiche waren wie das Verarbeitende Gewerbe, der Handel inklusive Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie die Energieversorgung. Hier wurden zusammen 58,1 % der Umsätze (67 Milliarden EUR) erbracht.
Knapp 29 Milliarden EUR bzw. 25 % der Umsätze in Brandenburg erwirtschafteten die 4.447 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes. Der Umsatz dieser Unternehmen sank leicht um 3,8 %. Der Handel inklusive Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit seinen 14.112 Voranmeldepflichtigen erzielte 25,3 Milliarden EUR Umsatz aus Lieferungen und Leistungen. Das entsprach einem Anteil von 21,9 % und einem leichten Rückgang von 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der 1.438 Brandenburger Unternehmen der Energieversorgung betrug 13 Milliarden EUR, 11,2 % des landesweiten Umsatzes und ein Rückgang von 18,1 % zum Vorjahr. Hohe Umsatzeinbußen gab es auch bei den voranmeldepflichtigen Unternehmen der Information und Kommunikation (–25,4 %), des Grundstücks- und Wohnungswesens (–20,2 %) sowie im Bergbau (–19,8 %). Eine Umsatzsteigerung um 36,2 % konnte dagegen das Gesundheits- und Sozialwesen erwirtschaften.
Anett Sommerfeld
Steuern
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Umsatzsteuerstatistik dient der Beurteilung der Struktur und Wirkungsweise der Umsatzsteuer und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung. Aus der Beobachtung der Umsätze ergeben sich wertvolle Informationen für die Haushaltsplanungen und Steuerschätzungen des Bundes und der Länder.
Erfasst werden alle Unternehmen, die im Statistikjahr Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgegeben haben, mit jährlichen Lieferungen und Leistungen über 22 000 EUR.
Die Umsatzsteuerstatistik (Voranmeldungen) wird jährlich erhoben und veröffentlicht. Ergebnisse für das Land und Bundesergebnisse liegen ca. 12 Monate nach Ende des Berichtszeitraums vor.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.