Bruttonationaleinkommen
und Volkseinkommen
1991 bis 2024, jährlich
Das Bruttonationaleinkommen misst die Einkommen der Inländer. Dazu zählen u.a. Erwerbs- und Vermögenseinkommen, Produktions- und Importabgaben (ohne Subventionen) sowie gesamtwirtschaftliche Abschreibungen. Es gilt als zentraler Einkommensindikator einer Volkswirtschaft.
Berlin
Geringere Unternehmens- und Vermögenseinkommen
Das Bruttonationaleinkommen betrug 2024 in Berlin 187,8 Mrd. EUR, 2,9 % mehr als im Jahr zuvor. Sein Anteil am Bruttonationaleinkommen Deutschlands lag bei 4,2 %. Das Bruttonationaleinkommen je Einwohnerin bzw. Einwohner war mit 51.115 EUR um 4,7 % geringer als der Bundesdurchschnitt von 53.619 EUR.
Das Volkseinkommen als Summe des Arbeitnehmerentgelts und der Unternehmens- und Vermögenseinkommen stieg um 1,9 % auf 135,0 Mrd. EUR. Die Summe der Arbeitnehmerentgelte erhöhte sich um 5,5 % vor allem durch den Anstieg des Arbeitnehmerentgelts je Arbeitnehmer um 4,9 %, während die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Berlin geringfügig um 0,5 % höher war als im Jahr zuvor. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen gingen dagegen erstmals seit 2020 um 7,5 % zurück. Die Lohnquote, also der Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen, lag dadurch mit 74,9 % deutlich über dem Vorjahreswert von 72,4 %.
Benjamin Gampfer
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
Heike Zimmermann
Einkommens- und Verteilungsrechnung
Pressestelle
Brandenburg
Höhere Lohnquote
Das Bruttonationaleinkommen lag 2024 in Brandenburg bei 110,9 Mrd. EUR. Damit war es um 4,4 % höher als im Jahr zuvor und entsprach einem Anteil von 2,5 % des gesamtdeutschen Bruttonationaleinkommens. Mit 43.384 EUR betrug das Bruttonationaleinkommen je Einwohnerin bzw. Einwohner 80,9 % des Bundesdurchschnitts.
Das Volkseinkommen als Summe des Arbeitnehmerentgelts und der Unternehmens- und Vermögenseinkommen nahm in Brandenburg um 2,5 % auf 81,1 Mrd. EUR zu. Die Summe der Arbeitnehmerentgelte erhöhte sich um 5,8 %. Das ist vor allem auf den Anstieg des Arbeitnehmerentgelts pro Kopf um 5,4 % zurückzuführen, während die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Brandenburg um 0,4 % zunahm. Die zweite Komponente des Volkseinkommens, die Unternehmens- und Vermögenseinkommen, sanken um 8,3 %. Die Lohnquote als Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen war mit 78,9 % höher als im Jahr zuvor.
Benjamin Gampfer
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen
Heike Zimmermann
Einkommens- und Verteilungsrechnung
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Das Bruttonationaleinkommen ist die umfassendste Größe für die Einkommen der Inländer. Es umfasst die Erwerbs- und Vermögenseinkommen der Einwohner eines Bundeslandes (das Volkseinkommen), die Produktions- und Importabgaben abzüglich der Subventionen sowie die gesamtwirtschaftlichen Abschreibungen. Das Bruttonationaleinkommen eines Landes unterscheidet sich vom Bruttoinlandsprodukt durch den Einkommenssaldo gegenüber dem Ausland und den anderen Bundesländern.
Auf das Volkseinkommen, die Summe des Arbeitnehmerentgelts der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Wohnsitz in einer Region und der Unternehmens- und Vermögenseinkommen, entfallen etwa drei Viertel des Bruttonationaleinkommens. Die unterschiedliche Entwicklung der beiden Einkommensblöcke spiegelt sich in der Lohnquote, dem Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen, wider.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.