Über die Hälfte aller Haushalte sind Single-Haushalte
Am 31.12.2024 verzeichnete Berlin insgesamt 2,22 Millionen Privathaushalte.

Pressemitteilung Nr. 16
Am 31.12.2025 waren im Einwohnermelderegister Berlin 3.913.644 Berlinerinnen und Berliner mit ihrem Hauptwohnsitz erfasst. Damit ist die Einwohnerzahl in der Hauptstadt um weitere 16.500 Personen bzw. 0,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, setzt sich somit der Wachstumstrend in moderatem Tempo weiter fort.
Das Wachstum der Hauptstadt hängt entscheidend von der Auslandszuwanderung ab. Diese fiel 2025 erstmalig deutlich geringer aus: Insgesamt haben sich 4.541 Personen aus dem Ausland in der Hauptstadt neu registriert. Im Vergleich zum Vorjahr mit rund 25.500 Personen war dies ein deutlicher Rückgang. Der Ausländeranteil blieb mit 24,9 % stabil. Wie bereits im Vorjahr nahm auch die Zahl an Personen mit deutschem Pass weiter zu (+0,4 %). Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf einen politischen Beschluss zur Beschleunigung von Einbürgerungsverfahren. Die Zunahme an eingebürgerten Deutschen spiegelt sich auch beim Thema Migrationshintergrund wider: Der Anteil an Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund (Ausländer + Deutsche mit Migrationshintergrund) stieg um rund 53.000 Personen (davon rund 49.000 Deutsche mit Migrationshintergrund) auf 42,3 % (2024: 41,1 %)
Einwohnerzuwachs vorrangig im Osten der Stadt
Trotz geringerem Wachstum erzielten 10 von 12 Bezirken weiterhin Einwohnergewinne. Mit 5.450 Personen (+1,8 %) wurden die meisten Neuanmeldungen in Treptow-Köpenick erfasst. Die Bezirke Reinickendorf und Steglitz-Zehlendorf verloren dagegen 0,9 % bzw. 0,2 % ihrer Einwohnerinnen und Einwohner.
Die Betrachtung der alten Bezirke vor der Gebietsreform 2001 verdeutlicht das zunehmende Wachstumsgefälle zwischen dem Osten und Westen Berlins. So verzeichnete der Osten mit 0,9 % deutlich höhere Einwohnerzuwächse als der Westen mit 0,1 %. Die östlichen Altbezirke gewannen sowohl an Ausländerinnen und Ausländern (+2,2 %) als auch an Personen mit deutschem Pass (+0,5 %). Der Westteil der Stadt verlor dagegen an ausländischen Staatsbürgerinnen und -bürgern (–0,5 %) und gewann ausschließlich an Deutschen (+0,3 %) dazu – u. a. zurückzuführen auf die Einbürgerungen.
Deutliche Unterschiede in den Planungsräumen
Regionale Besonderheiten wie die Unterbringung von Geflüchteten sowie neu entstandene Wohnsiedlungen bestimmen maßgeblich die Einwohnerentwicklung in einigen Planungsräumen. Mit einem Rückgang von 52,2 % verlor der Planungsraum (PLR) TXL in Tegel anteilmäßig die meisten Einwohnerinnen und Einwohner – darunter ein Rückgang von ausländischen Staatsbürgerinnen und -bürgern von 66,4 %. Einen höheren Rückgang von Personen mit ausländischem Pass verzeichnete nur der PLR Blankenfelde in Pankow mit 78,8 % (–13,1 % insgesamt).
Hohe Einwohnergewinne verbuchten dagegen die PLR Landschaftspark Adlershof (+27,2 %) und Oberspree (+9,4 %) in Treptow-Köpenick. Auch der PLR Heidestraße (+7,8 %) am Hauptbahnhof gewann neue Einwohnerinnen und Einwohner dazu.
Datenangebot
Weitere Daten zu den Einwohnerinnen und Einwohnern nach Staatsangehörigkeiten und Altersgruppen sowie die räumliche Verteilung nach Bezirken, Ortsteilen, Postleitzahlen und Lebensweltlich orientierten Räumen finden Sie in den Statistischen Berichten unter www.statistik-berlin-brandenburg.de/meine-region/berlin-statistik/einwohnerbestand.
Hinweis: Die Einwohnerregisterstatistik bereitet die Daten des Berliner Einwohnermelderegisters des Landesamtes für Bürger und Ordnungsangelegenheiten (LABO) statistisch auf. Im Unterschied zur amtlichen Bevölkerungsfortschreibung wird in der Einwohnerregisterstatistik eine stichtagsbezogene Bestandänderung im Register dargestellt. Es findet keine Bilanzierung mit den Bewegungen statt. Somit führen unterschiedliche Methoden zu einer Abweichung der Bevölkerungs- bzw. Einwohnerzahl.
Am 31.12.2024 verzeichnete Berlin insgesamt 2,22 Millionen Privathaushalte.
Am 30.6.2025 lebten rund 3,9 Millionen Menschen mit Hauptwohnsitz in Berlin. Das waren 5.500 Personen mehr (+ 0,14 %) als Ende 2024.
Zum 31.12.2024 verzeichnete das Einwohnermelderegister 19.045 Hauptwohnsitzer mehr als im Vorjahr.