Erstmals seit drei Jahren wieder mehr Gemüsefläche
Seit 2022 wird kontinuierlich weniger Freilandgemüse angebaut. Die Anbaufläche verringerte sich in 2024 um 225 Hektar gegenüber 2023 auf 5.919 Hektar.

Pressemitteilung Nr. 28
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2026 gibt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg einen faktenbasierten Überblick über ausgewählte Daten zum Arbeitsmarkt, Einkommensverteilung, Familie und Lebenssituation in der Metropolregion.
Weniger Einkommen, mehr Care-Arbeit
Aktuelle Arbeitsmarktzahlen 2025 belegen weiterhin Unterschiede der Geschlechter im Erwerbsleben. Gender Pay Gap: Mit 25,08 EUR verdienten Frauen 2025 in Berlin 2,87 EUR weniger als ihre Kollegen. Es ergab sich eine Lohnlücke von 10 %. In Brandenburg lag die Lücke bei 4 %. Frauen verdienten durchschnittlich 21,90 EUR, Männer 22,79 EUR.
Gender Hours Gap: Frauen in Berlin arbeiteten rund 135 Stunden, Männer rund 146 Stunden. Damit brachten Frauen in Berlin 8 % weniger Zeit für bezahlte Arbeit auf als Männer. In Brandenburg waren es 13 %. Hier arbeiteten Frauen im Schnitt 133 Stunden, Männer 153 Stunden.
Gender Employment Gap: 70,6 % der Berliner Frauen und 76,4 % der Berliner Männer gingen einer bezahlen Arbeit nach. In Brandenburg waren es 75,2 % Frauen und 80,8 % Männer. Damit entstand eine Lücke von 8 % in Berlin und 7 % in Brandenburg.
Unentgeltliche Tätigkeiten: Laut der aktuellsten Zeitverwendungserhebung (ZVE 2022) gingen Frauen wöchentlich in Berlin über 6 Stunden und in Brandenburg über 7 Stunden länger einer unbezahlten Arbeit nach als Männer.
Durchschnittlich betrug die aufgewendete Zeit für Haushaltsführung und Betreuung der Familie in Berlin:
In Brandenburg:
Lebten Kinder unter 18 Jahren im Haushalt, so betrug die Betreuungszeit dieser in Berlin durchschnittlich 2:47 Stunden und in Brandenburg 2:17 Stunden pro Tag.
Zu den befragten Aktivitäten der aufgewendeten Zeit für Haushaltsführung und Betreuung der Familie zählen unter anderem Zubereitung von Mahlzeiten, Hausarbeit in der Küche, Instandhaltung von Haus und Wohnung, Gartenarbeit, Pflanzen- und Tierpflege, Einkaufen und Inanspruchnahme von Fremdleistungen sowie die Betreuung von Kindern im Haushalt (Kinder unter 18 Jahre).
Mehr Universitätsabschlüsse durch Frauen
Frauen absolvierten 10.275 der insgesamt 18.703 bestandenen Abschlussprüfungen nach einem Studium an einer Berliner Universität im Prüfungsjahr 2024. Das entspricht einem Frauenanteil von 55 %. Nach einem Studium an den Brandenburger Universitäten bestanden Frauen 58 % der Prüfungen. Der Frauenanteil bei ausländischen Absolventinnen und Absolventen liegt in Berlin und Brandenburg bei rund 50 %.
Über ein Drittel der Existenzgründungen von Frauen
Bei den Gewerbemeldungen war 2025 das Einzelunternehmen die meist gewählte Rechtsform. In Berlin wurden von den insgesamt 33.303 Anmeldungen 12.127 Betriebe bzw. 36,4 % von Existenzgründerinnen angemeldet. In Brandenburg wurden 6.159 Einzelunternehmen von Frauen angemeldet. Damit lag der Anteil der Gründerinnen bei 40,2 %.
Frauen häufiger pflegebedürftig und weniger in Sportvereinen organisiert
Ende 2023 erhielten rund 212.000 Berlinerinnen und Berliner sowie mehr als 214.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz. In beiden Bundesländern waren mit 61 % deutlich mehr Frauen betroffen.
2025 wurden in Berlin 1.904 förderungswürdige Sportvereine und Betriebssportgemeinschaften (BSG) mit insgesamt 709.979 Mitgliedern erfasst. Männer (465.316) waren nahezu doppelt so häufig in Vereinen organisiert wie Frauen (242.982).