Wieder mehr Geburten in Berlin
Zum Stichtag 31.12.2024 verzeichnete das Einwohnermelderegister Berlin wieder mehr Geburten und Sterbefälle....
Der Trend zu weniger Geburten hält an. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wurden 2025 in Berlin knapp 5 % weniger Kinder als im Vorjahr registriert. Gleichzeitig blieb das Geburtendefizit nahezu unverändert.
2025 wurden in Berlin 33.240 Geburten registriert. Das waren 1.708 weniger als im Vorjahr (–4,9 %) und zugleich der niedrigste Stand seit Beginn der Einwohnerregisterstatistik. Gleichzeit ging die Zahl der Sterbefälle um 4,3 % auf 37.899 Todesfälle zurück. Dennoch blieb ein deutliches Geburtendefizit bzw. ein deutlicher Sterbeüberschuss bestehen: 4.659 mehr Menschen starben als geboren wurden. Damit lag das Defizit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (4.664).
Mehrheit der Planungsräume vom Geburtenrückgang betroffen
Der Geburtenrückgang traf alle Berliner Bezirke. Die stärksten Verluste verzeichneten die Bezirke Reinickendorf (−8,3 %) sowie die geburtenstarken Bezirke Pankow (−7,5 %) und Mitte (−7,2 %). Marzahn-Hellersdorf wies mit −1,7 % den geringsten Verlust auf. Innerhalb der Bezirke Reinickendorf, Pankow und Mitte entwickelten sich die Planungsräume unterschiedlich. Während ein Drittel der Planungsräume keinen Geburtenrückgang aufwies, überwog dieser mehrheitlich in den Räumen.
In Reinickendorf waren besonders die zu Wittenau gehörenden Planungsräume sowie der Planungsraum Lübars (−33,3 %) betroffen: Im Planungsraum Wittenau Süd wurden 48,6 % weniger Kinder als noch im Vorjahr geboren. Gleichzeitig meldeten die Planungsräume Lübarser Straße (+75,0 %) und Reinickes Hof (+60,0 %) ein Geburtenplus.
In Mitte kamen in fast allen Planungsräumen der Bezirksregion Parkviertel im Altbezirk Wedding über 10 % weniger Neugeborene auf die Welt. Dagegen verzeichneten die Planungsräume südöstlich des Alexanderplatzes, etwa die Karl-Marx-Allee (+10,7 %), ein Geburtenplus.
Auch im Bezirk Pankow verzeichneten die meisten Planungsräume einen Geburtenrückgang. Betroffen waren unter anderem alle Planungsräume rund um den Weißen See. Im Raum Bühringstraße lag das Minus bei 26,6 %. Gleichzeitig kamen im Planungsraum Ostseestraße im Altbezirk Prenzlauer Berg 31,9 % mehr Kinder zu Welt als im Vorjahr.
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Mehr Sterbefälle als Geburten in über der Hälfte aller Planungsräume
In Steglitz-Zehlendorf starben in 41 von 44 Planungsräumen mehr Menschen als geboren wurden. In den Bezirksregionen Lankwitz und Zehlendorf Nord lag das Geburtendefizit deutlich über dem Bezirksdurchschnitt von 12,8: Im Planungsraum Komponistenviertel Lankwitz wurden 48 Neugeborene und 160 Gestorbene (Saldo: −112) gemeldet. Das entsprach 26 Sterbefällen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner – berlinweit lag der Durchschnitt bei 9,7.
Deutlich weniger Planungsräume mit einem Geburtendefizit gab es in Mitte (11 von 49) und Friedrichshain-Kreuzberg (5 von 36). Im Planungsraum Arkonaplatz in Mitte wurden 139 Geburten und 43 Sterbefälle (Saldo: +96) registriert. Das entsprach 10 Geburten und 3 Sterbefällen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In Friedrichshain-Kreuzberg stach der Planungsraum Gleisdreieck mit einem Geburtenüberschuss (+46) hervor. Hier wurden 53 Geburten und 7 Todesfälle gemeldet, was 20 Geburten und 3 Sterbefällen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner entsprach. Umgekehrt wies der Planungsraum Barnimkiez im Norden von Friedrichshain ein deutliches Geburtendefizit (–103) auf: Dort kamen auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner 6 Geburten und 23 Sterbefälle.
Viele Planungsräume im westlichen Teil von Berlin sowie an der Grenze zu Brandenburg wiesen vergleichsweise hohe Sterberaten auf. Höhere Geburtenzahlen je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner zeigten sich vor allem in zentralen Lagen mit Ausläufern Richtung Spandau, Treptow-Köpenick sowie Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf.
Hinweis
Die Einwohnerregisterstatistik basiert auf den Meldedaten des Berliner Einwohnermelderegisters des Landesamtes für Bürger und Ordnungsangelegenheiten (LABO). Im Unterschied zur amtlichen Bevölkerungsfortschreibung wird in der Einwohnerregisterstatistik eine stichtagsbezogene Bestandänderung im Register dargestellt. Es findet keine Bilanzierung mit den Bewegungen statt. Somit führen unterschiedliche Methoden zu einer Abweichung der Bevölkerungs- bzw. Einwohnerzahl.
Pressestelle
Weitere Karten zu Lebendgeborenen und Sterbefällen:
Daten zu Einwohnerinnen und Einwohnern nach Staatsangehörigkeiten und Altersgruppen sowie Bezirken, Ortsteilen, Postleitzahlen und Lebensweltlich orientierten Räumen: