Erstmals seit drei Jahren wieder mehr Gemüsefläche
Seit 2022 wird kontinuierlich weniger Freilandgemüse angebaut. Die Anbaufläche verringerte sich in 2024 um 225 Hektar gegenüber 2023 auf 5.919 Hektar.

Pressemitteilung Nr. 71
Steigende Temperaturen und teils länger anhaltende Dürreperioden wirken sich schnell ertragsmindernd aus. In der Landwirtschaft kann die gezielte Bewässerung helfen, gute Erträge zu realisieren. 2022 wurden rund 30.900 Hektar der gut 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) im Freiland bewässert. Damit ist die bewässerte Fläche gegenüber 2019 um 3,6 % zurückgegangen.
Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wurden nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 in Brandenburg etwa 2,4 % der LF bewässert. Der Bundesdurchschnitt beläuft sich auf 3,3 %.
Die landwirtschaftliche Bewässerung wurde erstmals 2009 erfasst. Damals wurden gut 21.100 Hektar LF bewässert. Damit ist die bewässerte Fläche um 9.800 Hektar bzw. 47 % gewachsen. Auch der Wasserverbrauch erhöhte sich seit 2009 deutlich: von 15,2 Millionen Kubikmeter 2009 auf 27,4 Millionen Kubikmeter Wasser in 2022.
Bewässerung vorwiegend in Sonderkulturbetrieben
Die Bewässerung wird meistens auf Gemüse-, Erdbeer- und Spargelflächen (70 %) und in Obstbeständen (44 %) durchgeführt, aber auch bei Kartoffeln (61 %) und Körnermais (13 %).
Sprinkleranlagen kamen überwiegend zum Einsatz
Laut Agrarstrukturerhebung gaben 390 Betriebe an, im Jahr 2022 Freilandflächen bewässert zu haben. In 280 Betrieben kamen dabei Beregnungsanlagen, wie Sprinkleranlagen, auf insgesamt 23.100 Hektar LF zum Einsatz. 180 Betriebe wendeten auch die vergleichsweise wassersparende Tropfbewässerung auf insgesamt 7.700 Hektar an. Hier wird das Wasser bodennah in kleinen Mengen ausgebracht.
Anja Burton
Strukturerhebungen, Bodennutzung, Forsten
Pressestelle
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