Pro-Kopf-Einkommen deutlich unter Bundesdurchschnitt
Das durchschnittlich verfügbare Einkommen privater Haushalte betrug 2024 in Berlin pro Person 27.595 EUR und in Brandenburg 27.560 EUR.

Pressemitteilung Nr. 108
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen stieg 2022 gegenüber dem Vorjahr in den kreisfreien Städten um 5,3 % und in den Landkreisen um 10,9 % auf 17.822 Millionen EUR bzw. 70.905 Millionen EUR. Wie das Amt für Statistik mitteilt, war dies die höchste Wachstumsrate der Landkreise seit 1995. Brandenburgs Bruttoinlandsprodukt insgesamt wuchs um 9,8 % auf 88.727 Millionen EUR.
Auf Kreisebene ist keine Preisbereinigung möglich. Als Anhaltspunkt kann das Land Brandenburg insgesamt dienen, das 2022 einen preisbereinigten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 2,6 % (nominal +9,8 %) aufwies.
Wachstum in allen Kreisen, am stärksten in Oder-Spree
Das Wirtschaftswachstum war regional unterschiedlich ausgeprägt: Die Veränderungsraten des Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahr bewegten sich zwischen +4,0 % im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und +23,2 % im Landkreis Oder-Spree. Im Landkreis Oder-Spree sorgte vor allem das Verarbeitende Gewerbe, insbesondere der beschäftigten- und umsatzstarke Industriezweig die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, für Wachstumsimpulse. Von den kreisfreien Städten vermeldete Cottbus mit einem Plus von 8,1 % das höchste Wirtschaftswachstum, Potsdam mit einem Plus von 4,3 % das niedrigste.
Der Anteil der vier kreisfreien Städte 2022 am Bruttoinlandsprodukt des Landes Brandenburg betrug 20,1 %. 1992 belief sich der Anteil noch auf 24,0 % Die Wirtschaftsleistung der Landkreise entsprach einem Anteil von 79,9 %. Den größten Anteil an der Wirtschaftsleistung Brandenburgs hatte die Stadt Potsdam mit 9,8 %.
Erwerbstätige in Spree-Neiße erwirtschafteten am meisten
Brandenburg erreichte 2022 ein Bruttoinlandsprodukt je erwerbstätige Person von 77.490 EUR, 8,6 % mehr als 2021. Die kreisfreien Städte steigerten sich um 4,5 % und die Landkreise um 9,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Landkreise erwirtschafteten über 10.000 EUR mehr je erwerbstätige Person als die kreisfreien Städte. Spitzenreiter beim Bruttoinlandsprodukt je erwerbstätige Person war Spree-Neiße mit 123.023 EUR. Das war fast doppelt so viel wie in Frankfurt (Oder) mit 64.817 EUR.
Datenangebot
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlicht detaillierte Zahlen zum BIP und zur Bruttowertschöpfung für die Landkreise und kreisfreien Städte unter www.statistik-berlin-brandenburg.de/p-i-5-j.
Ergebnisse für alle Kreise Deutschlands stellt der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ unter www.statistikportal.de/de/vgrdl zur Verfügung.
Das durchschnittlich verfügbare Einkommen privater Haushalte betrug 2024 in Berlin pro Person 27.595 EUR und in Brandenburg 27.560 EUR.
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg 2025 in Berlin nach ersten Berechnungen um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr.
Brandenburgs Wirtschaftsleistung sank 2025 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr.