28.07.2022

Wanderungsgewinn 2021 in Brandenburg

Mehr Zu- als Fortzüge für Brandenburg

Pressemitteilung Nr. 168

Im Jahr 2021 wurden in Brandenburg 83 360 Zuzüge und 58 011 Fortzüge registriert. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg teilt mit, dass das ein deutlicher Wanderungsgewinn von 25 349 Personen ist.

In Brandenburg stiegen trotz der erneuten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Wanderungszahlen 2021 wieder an. Die Zahl der Zuzüge lag um 3 288 Personen bzw. 4,1 Prozent und die der Fortzüge um 2 751 Personen bzw. 5,0 Prozent über den Vorjahresergebnissen.

Die Wanderung aus dem Ausland war für etwa ein Drittel des Wanderungsgewinns (+8 562 Personen) verantwortlich. Hier standen 24 620 Zuzüge 16 058 Fortzügen gegenüber. Die übrigen zwei Drittel des Saldos (+16 787 Personen) gingen auf den Wanderungsgewinn gegenüber dem restlichen Bundesgebiet zurück. Brandenburg registrierte hier 58 740 Zuzüge und 41 953 Fortzüge.

Wohin gehen die Menschen, woher kommen sie?

Aus den alten Bundesländern zogen 2021 13 833 Menschen nach Brandenburg und 13 486 zogen aus Brandenburg dorthin, was einen geringen Wanderungsgewinn für Brandenburg ergab (+347 Personen). Die neuen Bundesländer (mit Berlin) bestimmten dagegen mit 44 907 Zuzügen und 28 467 Fortzügen den Großteil des Wanderungsgewinns (16 440 Personen).

Aus der Bundeshauptstadt Berlin kommend wurden 35 430 Zuzüge und 16 951 Fortzüge registriert, was einen Wanderungsgewinn von 18 479 Personen ergab. Differenziert nach Berliner Umland und weiterem Metropolenraum wurden 24 575 bzw. 10 855 Zuzüge sowie 11 310 bzw. 5 641 Fortzüge gezählt. Im Ergebnis ergaben sich für das Berliner Umland und dem weiterem Metropolenraum positive Salden von 13 265 bzw. 5 214 Personen.

Brandenburg war weiterhin besonders für Menschen aus Berlin Anziehungspunkt. Daneben konnten aber auch gegenüber Baden-Württemberg (+329 Personen) und Bayern (+260 Personen) kleinere Wanderungsgewinne verbucht werden. Wanderungsverluste wurden dagegen vor allem gegenüber Mecklenburg-Vorpommern
(–1 320 Personen), Sachsen-Anhalt (–546 Personen) und Nordrhein-Westfalen (–231 Personen) registriert.

Die größte Altersgruppe bei den Zugezogenen waren die 30- bis unter 50-Jährigen (37,5 Prozent), bei den Fortgezogenen waren es die 18- bis unter 30-Jährigen (36,4 Prozent). Darüber hinaus war fast jeder fünfte Zuzügler nach Brandenburg unter 18 Jahre alt, bei den Fortzüglern etwa jeder achte. Diese Daten sprechen für eine fortwährende Familienwanderung von Berlin nach Brandenburg.

Ein Blick ins Land

Alle Brandenburger Landkreise und kreisfreien Städte wiesen 2021 Wanderungsgewinne auf. Die höchsten Werte wurden vom Landkreis Dahme-Spreewald (+3 640 Personen) im Süden sowie von den Landkreisen Barnim
(+2 764 Personen) und Oberhavel (+2 633 Personen) im Norden des Landes erreicht.

Bei den Wanderungen innerhalb Brandenburgs sind 2021 insgesamt 60 454 Wanderungen registriert worden. Von
14 Landkreisen und vier kreisfreien Städten registrierten einzig Potsdam (-870 Personen) und der Landkreis Oder-Spree (-2 583 Personen) Wanderungsverluste. Bei den Wanderungsgewinnen hob sich besonders der Landkreis Potsdam-Mittelmark (+886 Personen) und die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel (+443 Personen) heraus.

Datenangebot

Weitere Daten finden Sie unter www.statistik-berlin-brandenburg.de/bevoelkerung/demografie/zu-und-fortzuege , im Detail in den statistischen Berichten Kennziffer A III 2-j.

Pressekontakte

Dr. Jochen Corthier

Wanderung

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