Wanderungen
2025, jährlich
Die Statistik der Wanderungen bzw. der Zu‑ und Fortzüge weist monatlich die räumliche Mobilität der Bevölkerung nach.
Berlin
Hohe Zuwanderung aus dem Ausland
Im Jahr 2025 konnte Berlin insgesamt einen Wanderungsgewinn von 19.698 Personen verzeichnen. Damit erreichte Berlin 177.473 Zuzüge und 157.775 Fortzüge.
Gegenüber dem Ausland ergab sich ein Wanderungsgewinn von 32.181 Personen (7.633 Deutsche und +39.815 Ausländer).
Dem hohen Wanderungsgewinn aus dem Ausland stand ein Wanderungsverlust von 12.486 Personen aus dem übrigen Bundesgebiet (+1.188 alte Bundesländer und –13.674 neue Bundesländer einschließlich Brandenburg) gegenüber.
Der Wanderungsverlust an das Nachbarland Brandenburg betrug –12.452 Personen (12.181 Deutsche und –271 Ausländer).
An das Berliner Umland verlor Berlin im Ergebnis 8.698 und an den weiteren Metropolenraum 3.755 Personen.
Die Bezirke Treptow Köpenick (5.590) und Marzahn-Hellersdorf (2.696) erreichten mit Abstand den höchsten Wanderungsgewinn. Die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg (–160) und Reinickendorf (–2.241) erlangten einen Fortzugsüberschuss. Der Bezirk Reinickendorf ist allerdings gesondert zu betrachten, weil sich dort für Berlin das Ankunftszentrum für Asylsuchende befindet.
Dr. Jochen Corthier
Bevölkerungsstatistiken
Regina Eck
Bevölkerungsstatistiken
Pressestelle
Brandenburg
Wanderungsgewinn aus dem Ausland und Berlin
Für das Land Brandenburg konnte im Jahr 2025 ein Wanderungsgewinn in Höhe von 16.624 Personen (+8.520 Deutsche und +8.105 Ausländer) vermeldet werden.
Dabei betrug der Wanderungsgewinn des Auslands 7.579 und mit der Bundeshauptstadt 12.452 Personen. Der Wanderungsgewinn aus dem Ausland beruht größtenteils auf den Zuzügen von 25.566 Ausländern. Demgegenüber zogen 25.102 Deutsche von Berlin in die Mark.
Aus dem übrigen Bundesgebiet verzeichnete Brandenburg einen Fortzugsüberschuss (–3.404). Zu dem größten Wanderungsverlust kam es gegenüber Mecklenburg-Vorpommern (–1.169).
Im Ergebnis vermeldeten alle kreisfreien Städte und Landkreise in Brandenburg einen Wanderungsgewinn. Die höchsten Zuzugsüberschüsse erzielten dabei die Landkreise Barnim (2.268), Dahme-Spreewald (1.894) und Oberhavel (1.774). Den niedrigsten Wanderungsgewinn erreichte die kreisfreie Stadt Frankfurt an der Oder (48).
Bei der Betrachtung der Strukturräume erlangte im Jahr 2025 der weitere Metropolenraum (8.425) einen höheren Wanderungsgewinn als das Berliner Umland (8.200).
Dr. Jochen Corthier
Bevölkerungsstatistiken
Regina Eck
Bevölkerungsstatistiken
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Die Wanderungsstatistik umfasst alle Zu‑ und Fortzüge über die Gemeindegrenze mit Verlegung der Haupt‑ oder alleinigen Wohnung im Berichtszeitraum. Sie wird monatlich und jährlich herausgegeben.
Es handelt sich um eine Totalerhebung aufgrund von Verwaltungsdaten (Sekundärdaten). Grundlage sind die An‑ und Abmeldungen, die von den Meldeämtern der Länder nach den melderechtlichen Regelungen erfasst werden. Dabei wird jeder Bezug einer alleinigen oder Hauptwohnung in einer neuen Gemeinde gleichzeitig als Fortzug aus der bisherigen Wohngemeinde gezählt.
Die Erhebung erfolgt dezentral durch Datenübermittlung der Meldebehörden an die Statistischen Ämter der Länder. Nach der hier erfolgten Prüfung und Aufbereitung der Daten erhält das Statistische Bundesamt die Datenmaterialien und stellt sie zum Bundesergebnis zusammen.
Die Daten der Wanderungsstatistik fließen in die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes ein.
In den Bewegungsstatistiken wird zur statistischen Geheimhaltung ab Berichtsjahr 2025 die Cell-Key-Methode angewandt. Einige Fallzahlen werden daher gegenüber ihrem Originalwert leicht verändert ausgewiesen. Dies hat zur Folge, dass sich die ausgewiesenen Einzelwerte in der Tabelle nicht notwendigerweise zu den ausgewiesenen Summen addieren. Eigene Zusammenfassungen von Kategorien können die Abweichungen vergrößern.
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.