Schifffahrt und Güterverkehr
Überblick über Warenmengen und Transporte
Diese Statistik erfasst, welche Warenmengen über die deutschen Binnenwasserstraßen transportiert und in den Binnenhäfen umgeschlagen werden. Ziel ist es, ein verlässliches und detailliertes Bild über den Warenfluss auf dem Wasserweg zu erhalten, das bundesweit vergleichbar ist.
Berlin
Rückgang der beförderten Gütermengen
Im ersten Halbjahr 2026 wurden auf den Berliner Binnenwasserstraßen insgesamt 515.610 Tonnen Güter transportiert. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres ist die Menge um 156.088 Tonnen gesunken, was einem Rückgang von 23,2 % entspricht.
Die Entwicklung bei den einzelnen Warengruppen verlief unterschiedlich: Während Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft mit einem Plus von 26.280 Tonnen zulegten, gab es in anderen Bereichen deutliche Verluste. Am stärksten sank die Menge bei Holzwaren, Papier, Pappe und Druckerzeugnissen (minus 48.832 Tonnen bzw. 51,0 %). Auch bei Kohle, Rohöl und Erdgas wurde ein Rückgang von 57.967 Tonnen (–33,6 %) verzeichnet. Ebenfalls sanken die Mengen bei Erzen, Steinen und Erden um 44.961 Tonnen (–29,1 %) sowie bei Sekundärrohstoffen und Abfällen um 29.079 Tonnen (–22,5 %).
Viola Schulz
Verkehr
Martina Zirwer
Binnenschifffahrt
Pressestelle
Brandenburg
Stabile Entwicklung der Güterbeförderung
Auf den Binnenwasserstraßen des Landes Brandenburg wurden im 1. Halbjahr 2026 insgesamt 847.886 Tonnen Güter befördert. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Anstieg um 768 Tonnen bzw. 0,1 %.
Hinter diesem stabilen Gesamtwert verbergen sich jedoch starke Unterschiede bei den einzelnen Waren:
Besonders deutlich stieg die Menge bei Metallen und Metallerzeugnissen an – hier wurden 136.635 Tonnen mehr befördert als im Vorjahr (+108,8 %). Auch sonstige Mineralerzeugnisse verzeichneten ein Plus von 15.441 Tonnen (+39,4 %).
Im Gegenzug sanken die Mengen in anderen Bereichen deutlich. Den stärksten Rückgang gab es bei Holzwaren, Papier und Druckerzeugnissen (minus 21.416 Tonnen bzw. 80,6 %). Ebenso gingen die Mengen bei Erzen, Steinen und Erden (–57,1 %), bei Erzeugnissen der Land- und Forstwirtschaft (–17,7 %) sowie bei Sekundärrohstoffen und Abfällen (–16,4 %) zurück.
Viola Schulz
Verkehr
Martina Zirwer
Binnenschifffahrt
Pressestelle
Methodik und weitere Informationen
Ziel der Güterverkehrsstatistik der Binnenschifffahrt ist die Ermittlung der Güterbeförderung auf den deutschen Binnenwasserstraßen sowie des Güterumschlags in den deutschen Binnenhäfen. Die Ergebnisse dienen der Gewinnung zuverlässiger, umfassender, differenzierter, aktueller und bundesweit vergleichbarer Daten.
Bei der Darstellung des Güterumschlags wird der Güterempfang und -versand in jedem deutschen Hafen zugrunde gelegt. Somit wird die transportierte Gütermenge bei Verkehren innerhalb eines Bundeslandes zweimal erfasst. In der Güterbeförderung wird bei Verkehren innerhalb eines Bundeslandes jedes Gut nur einmal gezählt.
Es handelt sich um eine Totalerhebung. Auskunftspflichtig sind die Frachtführer, die Schiffsführer sowie die Absender und Empfänger bei allen Be- und Entladevorgängen in deutschen Binnenhäfen. Da die Auskunftspflichtigen für die statistischen Ämter der Länder oftmals schlecht erreichbar sind, werden für die Durchführung der Statistik vielfach die Hafenverwaltungen als Übermittlungsstellen benannt.
Erhebungsinhalte sind Güter- sowie Containermerkmale (Gutart, Gefahrgut, Menge in Tonnen, Containerart, Anzahl der Container, Ein- und Ausladehafen) sowie Schiffsmerkmale (Flagge/Registrierstaat, Tragfähigkeit, Schiffsgattung) und Merkmale zur Fahrt (Ankunfts-, Abgangs- oder Durchfahrtsdatum, Fahrtroute, Meldehafen).
Die Metadaten geben Aufschluss über die erhobenen Daten, enthalten den Erhebungsbogen sowie ggf. auch eine Datensatzbeschreibung.


