Zehn (wenig) überraschende Statistiken
Männer bestechen durch Geld und ihre Lässigkeit – das weiß nicht nur Grönemeyer. Zum Herrentag ein paar amtliche Zahlen aus der Männerwelt.

Vom Familienbetrieb bis zur Agrargenossenschaft, Brandenburger Agrarbetriebe tragen zur Ernährungssicherheit bei. Dabei ist Landwirtschaft weit mehr als Nahrungsmittelproduktion. Sie ist ein starker Partner im ländlichen Raum, fördert die Biodiversität und auch die nachhaltige Entwicklung. Die Zahlen der amtlichen Statistik geben einen Einblick in die Vielfalt und die Leistungen der Landwirtschaft in Brandenburg.
Im Jahr 2025 gab es in Brandenburg mehr als 5.200 landwirtschaftliche Betriebe. 2024 gehörten 10 % der Agrarbetriebe (505 von 5.260) zu einer der 272 Unternehmensgruppen mit Sitz in Brandenburg. Diese Unternehmensgruppen bewirtschafteten rund 380.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Bei 221 dieser Betriebe handelte es sich bei der Leitung der Unternehmensgruppen um ein nicht-landwirtschaftliches Gruppenoberhaupt, das heißt, die Unternehmensspitze war nicht selbst landwirtschaftlich tätig.
Die Einstufung des Gruppenoberhaupts als landwirtschaftlich bzw. nicht-landwirtschaftlich erfolgt anhand der Klassifikation der Wirtschaftszweige, die dem Unternehmensregister zugrunde liegen.
Hinweis zur Grafik: Die Ergebnisse sind seit 2010 aufgrund methodischer Veränderungen nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar.
Über 1.286.200 Hektar wurden 2025 in Brandenburg landwirtschaftlich genutzt. Das entspricht rund 43 % der Landesfläche. Gut drei Viertel dieser Fläche ist dem Ackerland zuzuordnen, weitere 23 % zählen zum Dauergrünland.
Mit einem Flächenanteil von 17,5 % im ökologischen Landbau liegt Brandenburg hinter dem Saarland auf Platz zwei. 2025 wirtschafteten über 19 % der Betriebe auf 224.600 Hektar nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus. 2016 waren es noch 13 % der Betriebe auf 137.008 Hektar.
Hinweis zur Grafik: Die Ergebnisse sind seit 2010 aufgrund methodischer Veränderungen nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar.
Seit über 15 Jahren verfügt Brandenburg über die größte Sonnenblumen-Anbaufläche Deutschlands. Gut ein Drittel der in Deutschland angebauten Sonnenblumen wuchsen 2025 in Brandenburg.
Getreide wurde auf rund der Hälfte des Brandenburger Ackerlands angebaut. Seit 2022 ist Winterweizen die wichtigste Getreideart. Bis 2021 war Roggen, mit Ausnahme von 2018, die anbaustärkste Getreideart. Seitdem nimmt dessen Anbaufläche ab.
Spargel, Brandenburgs bedeutendste Gemüsekultur, wurde 2025 auf einer Fläche von mehr als 3.400 Hektar gestochen. Weitere bedeutsame Gemüsearten waren Einlegegurken mit gut 580 Hektar, Speisekürbisse mit fast 450 Hektar und Möhren mit knapp 370 Hektar Anbaufläche.
Brandenburg ist 2025 bei Aroniabeeren mit 194 Hektar und bei Sanddorn mit 118 Hektar führend in Deutschland. Die flächenmäßig bedeutsamste Strauchbeerenfrucht waren die Kulturheidelbeeren mit gut 400 Hektar.
Beim Baumobst dominiert der Apfelanbau mit 755 Hektar. Deutlich niedriger fällt die Anbaufläche für Süßkirschen mit rund 200 Hektar aus. Bei den Brandenburger Rebflächen ist eine stetige Flächenzunahme zu verzeichnen. Auf über 51 Hektar wurden im Jahr 2025 etwa 1.600 Hektoliter Wein produziert.
Die landwirtschaftlichen Betriebe Brandenburgs hielten 2025 über 400.000 Rinder, fast 600.000 Schweine und 70.000 Schafe. 2023 wurden rund 8 Millionen Hühner und 830.000 Puten gezählt. In den Jahren 2024 und 2025 wurden von rund 3,1 Millionen Legehennen jeweils fast 1 Milliarde Eier erzeugt.
2023 sicherte der Agrarsektor in Brandenburg insgesamt 31.800 Arbeitsplätze in den landwirtschaftlichen Betrieben. Davon entfielen 16 % auf Familienarbeitskräfte und ein Drittel auf Saisonarbeitskräfte.
Über die Hälfte der Familienarbeitskräfte (53 %) war älter als 54 Jahre.
Hinweis zur Grafik: Die Ergebnisse sind seit 2010 aufgrund methodischer Veränderungen nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar.
2022 nutzten 380 Viehbetriebe automatische Fütterungssysteme, 60 Betriebe setzten automatische Melksysteme, darunter auch Melkroboter, ein. Selbststeuernde autonome Maschinen kamen in 230 Agrarbetrieben zum Einsatz.
Rund ein Viertel der 13.100 Traktoren im Alleinbesitz der Brandenburger Landwirte hatte eine Leistung zwischen 82 und 136 PS.
Landwirte sind auch Energiewirte und leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, zum Beispiel durch den zunehmenden ökologischen Landbau, Rapsöl oder Biogas.
2025 wurden 51 % der Silomaisernte als Substrat in Biogasanlagen genutzt. 2023 setzten 640 landwirtschaftliche Betriebe Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie ein, davon nutzten 84 % Solaranlagen.
Diese Fakten belegen: Die Brandenburger Landwirtschaft ist systemrelevant, stärkt den ländlichen Raum und arbeitet zukunftsweisend mit innovativen und nachhaltigen Methoden.
Dr. Thomas Troegel
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei
Anja Burton
Strukturerhebungen, Bodennutzung, Forsten
Redaktion
Content Management
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Das Müllaufkommen stieg seit 2020 zum ersten Mal wieder an. Das Pro-Kopf-Aufkommen in 2024 lag bei 231,6 kg in Berlin und 211,4 kg in Brandenburg.
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