Die Welt in unseren Kiezen – wo wird mitgefiebert?
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Auch zu Beginn der Sommerferien bleibt die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft der Herren ein großes Thema. Obwohl das deutsche Team im Sechzehntelfinale ausgeschieden ist, geht das Mitfiebern in der schulfreien Zeit weiter. Die amtliche Schulstatistik zeigt, wie international Brandenburgs Klassenzimmer aufgestellt sind: Für viele Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien ist das eigene Herkunftsland in der nun folgenden heißen Phase des Turniers weiterhin vertreten.
Von der Grundschule bis zum Zweiten Bildungsweg spiegelt sich die globale Vielfalt in den Schulen des Landes wider. Von den insgesamt fast 28.000 Schülerinnen und Schülern mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammen mehr als 3.000 aus Nationen, die an der Fußball-WM 2026 teilnehmen. Das entspricht einem Anteil von rund 11 % der ausländischen Schülerschaft, unter denen sich in diesen Ferientagen ganz sicher der eine oder andere Fan für die verbleibenden Nationalteams findet.
In absoluten Zahlen bilden Kinder und Jugendliche aus drei Staaten die größten Gruppen unter den WM-Teilnehmerländern – auch wenn diese bereits ausgeschieden sind:
Beim bevorstehenden Viertelfinale sind andere in Brandenburg vertretene Nationen im Fokus. So können in den Ferien unter anderem 121 Kinder und Jugendliche aus Spanien, 70 aus dem Vereinigten Königreich, 53 aus Frankreich, 20 aus Marokko, neun aus Belgien und acht aus Norwegen mit ihren Teams mitfiebern. Diese Länder haben sich bereits erfolgreich für die Runde der letzten Acht qualifiziert.
Lediglich acht der 48 bei dieser WM startenden Staaten (darunter Südkorea, Katar und Panama) tauchen in der brandenburgischen Schullandschaft statistisch nicht auf. Eine methodische Besonderheit betrifft die Insel Curaçao: Da die dortigen Einwohnerinnen und Einwohner die niederländische Staatsangehörigkeit besitzen, werden Schülerinnen und Schüler mit diesem familiären Hintergrund in der amtlichen Statistik vollständig der Gruppe mit niederländischem Migrationshintergrund zugeordnet.
Die Verteilung der rund 3.000 Schülerinnen und Schüler aus den WM-Staaten auf die verschiedenen Schulformen variiert sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis zur jeweiligen Gesamtschülerschaft.
Während an den Grundschulen rein zahlenmäßig mit 1.537 die meisten Kinder aus den teilnehmenden Ländern lernen, verzeichnen die Schulen des Zweiten Bildungsweges mit 4,5 % den relativ höchsten Anteil bezogen auf ihre Gesamtschülerzahl. Den geringsten prozentualen Anteil weisen die beruflichen Gymnasien mit 0,4 % und die Gymnasien mit 0,6 % auf.
Auch wenn das DFB-Team bei den anstehenden Finalrunden im Juli nicht mehr auf dem Platz steht, bietet das Turnier für die rund 3.000 jungen Fans aus den qualifizierten Nationen gemeinsam mit ihren rund 250.000 deutschen Mitschülerinnen und Mitschülern weiterhin reichlich Anlass zum sportlichen Austausch während der schulfreien Zeit.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Statistischen Berichten und der Kommunalen Bildungsdatenbank.
Dana Sticklorat
Schule, Soziales und Haushaltserhebungen
Matthias Gebhard
Schulen
Redaktion
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