Deutlicher Zuwachs der Kindeswohlgefährdungen
Im Jahr 2025 wurden 33.291 Kinder und Jugendliche im Rahmen von Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung erfasst, davon 22.434 in Berlin und 10.857 in Brandenburg.
Am 1. März 2026 standen in der Hauptstadtregion insgesamt 4.870 Kindertageseinrichtungen mit fast 429.000 genehmigten Plätzen für die Betreuung von Kindern zur Verfügung. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wurden in Berlin 3,0 % und in Brandenburg 2,7 % weniger Kinder betreut als im Vorjahr. Die Zahl der Plätze hingegen veränderte sich in beiden Ländern nur geringfügig.
In Berlin besuchten 165.850 Kinder ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Angebot der Kindertagesbetreuung. Davon waren fast 162.000 Kinder (ohne Berücksichtigung der Hortkinder) in öffentlichen und freien Einrichtungen untergebracht. Gegenüber 1. März 2025 ging ihr Anteil um 2,7 % zurück. Auch bei der öffentlich geförderten Kindertagespflege setzte sich der Abwärtstrend fort: Die Anzahl der betreuten Kinder sank massiv um 14,6 %. Parallel dazu verringerte sich die Anzahl der Tagesmütter und -väter um 10,9 %.
In Brandenburg besuchten 194.146 Kinder ein mit öffentlichen Mitteln gefördertes Angebot der Kindertagesbetreuung. Darunter waren über 192.275 Kinder (mit Hortkindern) in öffentlichen und freien Einrichtungen untergebracht. Das entspricht einem Rückgang um 2,5 % gegenüber dem Vorjahresstichtag 1. März 2025. Im Gegensatz zu Berlin werden hier die Hortkinder mitgezählt. Besonders prägnant ist der drastische Rückgang im Bereich der Kindertagespflege. Hier setzte sich ein massiver Abwärtstrend fort, der sowohl die Nachfrage als auch das Angebot betraf. Die Zahl der betreuten Kinder sank mit einem Minus von 15,6 % auf 1.871. Dieser Rückgang spiegelte sich fast identisch in der Verfügbarkeit der Betreuungspersonen wider. Die Anzahl der Tagesmütter und -väter ging um 14,1 % zurück und lag nun bei lediglich 480 Personen.
Kinderbetreuung im Detail
Im Bereich der U3-Betreuung wurden insgesamt rund 75.000 Kinder in Einrichtungen oder der Tagespflege betreut. Die Besuchsquote lag in Brandenburg mit 57,6 % über der von Berlin, wo sie bei 48,6 % lag. Besonders hoch war die Betreuungsquote bei den 3- bis unter 6-Jährigen: Hier erreichten Berlin (98,7 %) und Brandenburg (97,7 %) nahezu eine Vollabdeckung mit insgesamt über 161.200 betreuten Kindern. Auch im Schulalter wurden Betreuungsangebote intensiv genutzt: Rund 118.900 Kinder im Alter von 6 bis unter 11 Jahren sowie 4.944 Kinder in der Altersgruppe der 11- bis unter 14-Jährigen nahmen entsprechende Angebote in Anspruch.
Hinsichtlich der Betreuungsintensität zeigte sich ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Bundesländern: Während in Berlin 55,0 % der Kinder eine Ganztagsbetreuung nutzten, waren es in Brandenburg 36,0 %. Parallel dazu war die Teilnahme an der Mittagsversorgung in Berlin mit 99,2 % nahezu flächendeckend, während sie in Brandenburg bei 79,6 % lag.
In Berlin hatten 41,7 % der betreuten Kinder mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft; in Brandenburg lag dieser Anteil bei 17,0 %. In 40,4 % der Berliner Betreuungsfälle wurde in der Familie vorrangig nicht Deutsch gesprochen, in Brandenburg betraf dies 11,8 % der Kinder.
Betreuungssituation der Kinder unter 3 Jahren variiert regional
Die Betreuungsquoten für Kinder unter drei Jahren variierten stark nach Region. In Berlin lag die Quote in Pankow am höchsten (57,2 %), während sie in Reinickendorf mit 40,2 % am niedrigsten ausfiel.
Auch in Brandenburg gab es deutliche Unterschiede: Während der Landkreis Märkisch-Oderland mit 60,1 % die höchste Quote aufwies, lag Teltow-Fläming mit 52,6 % am unteren Ende der Skala. Frankfurt (Oder) (59,9 %) und Oberspreewald-Lausitz (59,5 %) folgten mit ebenfalls hohen Werten.
Pressestelle
Weitere Daten finden Sie im statistischen Bericht.