Haushalte für Laufende Wirtschaftsrechnungen gesucht
Wo bleibt mein Geld? Für die Laufenden Wirtschaftsrechnungen sucht das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg Haushalte, die ab 2026 teilnehmen möchten.

Pressemitteilung Nr. 17
Gegensätze ziehen sich an – heißt es. Doch wenn es um Partnerschaften geht, zeigt sich oft das Gegenteil. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg anlässlich des Valentinstages mitteilt, hatten laut Mikrozensus 2024 von den rund 657.000 Paaren in Berlin und 584.000 Paaren in Brandenburg knapp 66 % jeweils das gleiche Bildungsniveau. Gut 34 % der Paare unterschieden sich hinsichtlich des Bildungsniveaus.
Bei etwa jedem elften Paar in Berlin (knapp 9 %) verfügte sowohl der Mann als auch die Frau über ein formal niedriges Bildungsniveau. In Brandenburg lag dieser Wert bei 4 %. Während bei einem Drittel der Paare in Berlin beide Partner einen hohen Bildungsabschluss aufwiesen, lag der Anteil für Brandenburger Paare hier bei 22 %.
Laut weiterer Ergebnisse des Mikrozensus zeigten sich bei Paaren mit unterschiedlichen Bildungsniveaus geringe Geschlechterunterschiede in beiden Ländern: Knapp 18 % der Paare hatten einen höher gebildeten Mann. In jedem siebten Paarverhältnis (fast 15 %) besaß die Frau eine formal höhere Bildung als ihr Partner.
Neben dem Geschlecht spielte auch das Alter eine Rolle: Jüngere Paare zwischen 18 und unter 45 Jahren und ältere Paare ab 45 Jahren wiesen in Berlin und Brandenburg zwar den gleichen Anteil von etwa 66 % mit gleichem Bildungsniveau auf. Es fielen jedoch Unterschiede in Bezug auf die Bildungsniveaus auf: Bei jungen Berliner Paaren zeigte sich die größere Bildungshomogenität besonders bei höherer Bildung. Bei etwa 41 % der Paare hatten beide ein hohes Bildungsniveau, in der Altersgruppe ab 45 Jahren traf dies nur für 28 % zu. In Brandenburg war ebenfalls eine unterschiedliche Verteilung zu erkennen. Bei 6 % der Paare zwischen 18 und unter 45 Jahren verfügten beide über ein formal niedriges Bildungsniveau. In der Altersgruppe ab 45 Jahren lag der Anteil nur bei 3 %.
Eine besonders interessante Entwicklung zeigte sich bei Paaren unterschiedlicher Bildungsniveaus gleichermaßen in Berlin und Brandenburg: Höher gebildete Frauen waren unter älteren Paaren mit knapp 14 % seltener, während ihr Anteil bei jüngeren Paaren mit rund 18 % in Berlin und 19 % in Brandenburg höher lag. Umgekehrt verfügte der Mann bei 15 % der jüngeren Paare über ein höheres Bildungsniveau; bei älteren Paaren traf dies auf knapp 20 % zu.
Weitere Informationen
In den Auswertungen werden gleichgeschlechtliche Paare, Paare unter 18 Jahren sowie Partnerinnen und Partner unterschiedlicher Altersgruppen nicht betrachtet.
Das Bildungsniveau wird gemäß ISCED (International Standard Classification of Education) vorgenommen. In der Gliederung nach ISCED 2011 wird der höchste erreichte Bildungsstand kombiniert aus den Merkmalen allgemeiner Schulabschluss und beruflicher Bildungsabschluss nachgewiesen:
Niedrig
Mittel (Abschlüsse im Sekundarbereich II und postsekundärer nicht-tertiärer Bereich)
Hoch (Abschlüsse im Tertiärbereich)
Datenangebot
Weitere Daten finden Sie unter: www.statistik-berlin-brandenburg.de/a-i-10-a-i-11-a-vi-2-j.
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