Rund 3.500 Betriebe werden befragt
In diesem Jahr findet EU-weit und damit auch in Deutschland eine Agrarstrukturerhebung statt.

Pressemitteilung Nr. 53
In Brandenburgs Wäldern wurden 2025 rund 4,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, fiel damit der Holzeinschlag um 1,5 % geringer aus als im Vorjahr (2024: 68.500 Kubikmeter mehr).
Kiefernholzeinschlag sinkt minimal, bleibt bedeutendste Holzart
Insgesamt 4,1 Millionen Kubikmeter Kiefern- und Lärchenholz wurden im Jahr 2025 eingeschlagen. Die Einschlagmenge blieb nahezu unverändert (–0,1 %). In der Holzartengruppe „Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz" gab es einen erneuten Rückgang um 46 % (2024: 45 %). Die genutzte Holzmenge dieser Holzartengruppe lag bei 115.400 Kubikmetern. Dennoch stammen 93 % des im Jahr 2025 eingeschlagenen Holzes aus Nadelholzbeständen.
Nachdem im Vorjahr der Einschlag bei Buche und sonstigem Laubholz unter 200.000 Kubikmeter gesunken war, lag dieser 2025 bei 220.800 Kubikmeter (+12 %). Ein Anstieg wurde ebenso beim Eichen- und Roteichenholz gemeldet. Dieser lag bei 97.900 Kubikmetern (+11 %).
Erstmals seit 2022 erneut mehr Stammholz produziert
In den Jahren 2023 und 2024 wurde in Brandenburg mehr Holz mit dem Verwertungsziel Industrieholz eingeschlagen. 2025 wurden knapp 2 Millionen Kubikmeter Industrieholz zur Verwendung in der Holzwerkstoffindustrie beziehungsweise der Papier- und Zellstoffindustrie vorgesehen. Die Einschlagmenge beim sogenannten Stammholz, das in der Säge- und Furnierindustrie verwendet wird, betrug 2,2 Millionen Kubikmeter und hat mit rund 49 % den höchsten Anteil am gesamten Holzeinschlag. Mit einem Anteil von 5 % sank der Einschlag für die geplante Verwertung als Energieholz in 2025 erneut.
Trockenheit und Insektenbefall häufigste Ursachen für Schadholzaufkommen
Der Schadholzeinschlag betrug im vergangenen Jahr insgesamt 353.100 Kubikmeter und hat sich im Vergleich zu 2024 um 37 % reduziert (2024: 557.100 Kubikmeter). Ursachen für den Schadholzeinschlag sind Schädigungen durch Insekten (33 %), Trockenheit (36 %), Wind und Sturm (21 %) sowie sonstige Ursachen (10 %). Zu letzteren zählen u. a. Brandholz, Pilzbefall und „neuartige“ Waldschäden (großflächige, ökosystemare Walderkrankungen, die durch Luftverunreinigungen und sauren Regen ausgelöst werden).
Zwei Drittel des Holzeinschlags im Privatwald
3,1 Millionen Kubikmeter bzw. 68 % des im Jahr 2025 eingeschlagenen Holzes entfielen auf den Privatwald. Der Anteil aus kommunalen Wäldern betrug mit 251.200 Kubikmeter 5 % am gesamten Holzeinschlag in Brandenburg. Weitere 953.700 Kubikmeter (21 %) wurden in Landeswäldern und 258.600 Kubikmeter (6 %) in Bundeswäldern eingeschlagen.
Datenangebot
Weitere Datenangebote finden Sie in den Statistischen Berichten C V 1 – j für Brandenburg, die unter www.statistik-berlin-brandenburg.de/wirtschaft/wirtschaftsbereiche/land-und-forstwirtschaft zum kostenlosen Herunterladen bereitstehen.
In diesem Jahr findet EU-weit und damit auch in Deutschland eine Agrarstrukturerhebung statt.
2025 wurden in Brandenburg 964 Millionen Eier erzeugt, was knapp 13 Millionen Eier bzw. 1,3 % weniger als im Vorjahr waren.
Seit 2022 wird kontinuierlich weniger Freilandgemüse angebaut. Die Anbaufläche verringerte sich in 2024 um 225 Hektar gegenüber 2023 auf 5.919 Hektar.