Ausgaben in der Hauptstadtregion steigen auf über 22 Milliarden EUR
Die Gesundheitsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung stiegen 2023 in Berlin auf knapp 12,9 Milliarden EUR und in Brandenburg auf über 9,5 Milliarden EUR.
Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen stieg zum Jahresende 2024 in Berlin um 4.100 Beschäftigte und in Brandenburg um 2.300 Beschäftigte. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wuchs die Hauptstadtregion demnach mit einem Plus von 1,5 % gegenüber dem Vorjahr etwas langsamer als Deutschland insgesamt mit +1,7 %.
Ende 2024 waren in der Hauptstadtregion insgesamt knapp 434.000 Menschen im Gesundheitswesen beschäftigt, davon rund 272.000 in Berlin und knapp 162.000 in Brandenburg. Bundesweit erhöhte sich die Beschäftigtenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 102.000 Personen auf knapp 6,2 Millionen.
Krankenhäuser blieben der größte Arbeitgeber im Gesundheitswesen und bauten ihr Personal weiter aus: in Berlin mit einem Personalzuwachs von 1.500 (+2,6 %) und in Brandenburg von 1.400 (+4,6 %). Damit arbeitete rund jeder fünfte Beschäftigte im Gesundheitswesen der Hauptstadtregion in einem Krankenhaus.
Weibliches Personal dominiert
Frauen stellten den größten Teil des Personals. In Berlin betrug der Anteil der weiblichen Beschäftigten am Gesundheitspersonal 70,3 %, in Brandenburg 76,6 %. Damit lag Brandenburg leicht über dem bundesweiten Schnitt von 74,4 %.
Je nach Einrichtung zeigte sich ein deutlich unterschiedliches Bild: Während im Rettungsdienst rund ein Drittel der Beschäftigten weiblich war, arbeiteten in Arztpraxen zu rund 80 % Frauen.
Teilzeit spielt weiterhin eine große Rolle: Die auf Vollzeit umgerechnete Beschäftigtenzahl (Vollzeitäquivalente) lag 2024 in der Hauptstadtregion bei 319.300 und damit deutlich unter der Gesamtbeschäftigtenzahl. Besonders verbreitet war Teilzeit in Apotheken in Berlin und Brandenburg. Hier betrugen die Vollzeitäquivalente je 100 Beschäftigte 57,4. Dagegen spielte Teilzeit im Gesundheitsschutz mit rund 90 Vollzeitäquivalenten je 100 Beschäftigten eine eher untergeordnete Rolle.
Hinweise
Die veröffentlichten Ergebnisse beruhen auf Berechnungen der Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL).
Unter Gesundheitspersonal/Beschäftigten werden Beschäftigungsverhältnisse verstanden, sodass Personen mit mehreren Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Einrichtungen mehrfach gezählt werden. Ein Vollzeitäquivalent entspricht einem Vollzeitbeschäftigten. Das Gesundheitspersonal wird nach verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens gegliedert.
Pressestelle
Ergebnisse für alle Bundesländer sind in der Regionaldatenbank unter www.regionalstatistik.de verfügbar.
Weitere Daten und Informationen der gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen finden Sie hier: