Rund zwei Drittel der Paare haben das gleiche Bildungsniveau
Nach dem Mikrozensus 2024 verfügen von den rund 657.000 Paaren in Berlin und 584.000 Paaren in Brandenburg knapp 66 % jeweils das gleiche Bildungsniveau.
Einpersonenhaushalte waren 2025 in Berlin und Brandenburg die häufigste Haushaltsform. In Berlin lebte in jedem zweiten Haushalt nur eine Person. In Brandenburg traf das auf knapp 4 von 10 Haushalten zu. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlicht erste Ergebnisse des Mikrozensus 2025.
In Berlin gab es rund 1,95 Millionen Haushalte, 977.000 davon waren Einpersonenhaushalte. Ihr Anteil lag bei 50 %. In Brandenburg waren von den insgesamt 1,26 Millionen Haushalten 493.000 Einpersonenhaushalte und mit einem Anteil von 39,1% ebenfalls die häufigste Haushaltsform.
Zweipersonenhaushalte machten in Berlin 28,4 % und in Brandenburg 36,4 % aller Haushalte aus. Haushalte mit fünf oder mehr Personen blieben mit einem Anteil von 3,6 % (Berlin) und 2,7% (Brandenburg) die Ausnahme.
In der Hauptstadt lag der Anteil der Einpersonenhaushalte in allen Bezirken bei mindestens 43,9 % (Marzahn-Hellersdorf). Besonders hohe Anteile wiesen die Berliner Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg (59,2 %), Charlottenburg-Wilmersdorf (53,8 %) sowie Neukölln (53,4 %) auf. Mehrpersonenhaushalte überwogen dagegen in Marzahn-Hellersdorf (56,1 %), Reinickendorf (54,5 %) und Treptow-Köpenick (54,2 %).
Menschen in Brandenburg leben häufiger in mittelgroßen Städten allein
In Brandenburg war der Anteil der Einpersonenhaushalte in mittelgroßen Gemeinden mit 50.000 bis unter 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern am höchsten. Dort bestand jeder zweite Haushalt aus nur einer Person. In Städten ab 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern lag dieser Anteil bei 43,3%. Die höchsten Anteile verzeichneten Frankfurt (Oder) (53,2 %) und Cottbus (50,2 %). Die niedrigsten Anteile an alleinlebenden Personen gab es in Märkisch-Oderland (32,2 %), Potsdam-Mittelmark (32,7 %) und Oberhavel (33,4 %).
Jede dritte alleinlebende Person in Berlin 65 Jahre oder älter
In Berlin war rund jede dritte alleinlebende Person 65 Jahre oder älter. Ihr Anteil lag bei 30,2 %. Die kleinste Gruppe unter den Alleinlebenden bildeten die 35- bis 49-Jährigen mit 20,6 %. In Brandenburg war der Anteil der 18- bis 34-Jährigen mit 15,3 % am niedrigsten.
Die Altersstruktur der Alleinlebenden unterschied sich zwischen Männern und Frauen in beiden Ländern deutlich. Insbesondere bei den Frauen zeigten sich altersspezifische Unterschiede. In Berlin war der Anteil alleinlebender Frauen ab 65 Jahren mit 40,5 % deutlich höher als der Anteil der 35- bis 49-Jährigen mit 14,9 %. In Brandenburg war dieser Unterschied noch stärker ausgeprägt: Mehr als jede zweite alleinlebende Frau war 65 Jahre oder älter (58,5 %), während nur jede zehnte alleinlebende Frau zwischen 35 und 49 Jahre alt war (8,8 %).
Bei den Männern war die Altersverteilung ausgeglichener: In Berlin fiel nur jeder fünfte alleinlebende Mann in die Alterskategorie ab 65 Jahren. Der höchste Anteil und damit ein Drittel der alleinlebenden Männer war zwischen 18 und 34 Jahre alt. In Brandenburg waren 30,7 % der alleinlebenden Männer zwischen 50 und 64 Jahre alt. Der Anteil der Männer ab 65 Jahren lag nur 6 Prozentpunkte darunter. Eine Ursache für den deutlich höheren Seniorinnenanteil der weiblichen Alleinlebenden ist die höhere Lebenserwartung von Frauen.
Alleinlebende in größeren Städten jünger als Alleinlebende in kleineren Gemeinden
Alleinlebende in größeren Städten hatten eine jüngere Altersstruktur als Alleinlebende in kleineren Gemeinden. Lediglich 11,9 % der Alleinlebenden in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern waren jünger als 35 Jahre. Der Wert lag dabei deutlich unter dem Gesamtanteil von 15,3 % dieser Altersgruppe an Einpersonenhaushalten. Der Anteil Alleinlebender ab 65 Jahren lag dagegen bei 46,4 %. In Städten mit 50.000 bis unter 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern traf das nur auf 38,2 % zu.
Hinweise zur Statistik
Die dargestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus und beziehen sich auf Hauptwohnsitzhaushalte. Hauptwohnsitzhaushalte sind private Haushalte, in denen mindestens eine Person ab 16 Jahren am Hauptwohnsitz wohnt. Aufgrund methodischer Änderungen sind die Ergebnisse ab dem Erhebungsjahr 2020 nur eingeschränkt mit denen aus den Vorjahren vergleichbar.
Der Mikrozensus ist eine jährliche Befragung von rund einem Prozent der Bevölkerung. Die Ergebnisse liefern statistische Informationen zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung und dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen.
Pressestelle
Weitere Daten finden Sie in den jeweiligen statistischen Berichten.