12 Statistik-Highlights
Werfen Sie mit uns einen Blick zurück auf die statistischen Highlights des Jahres 2025 in Berlin und Brandenburg.
Die aktuellen Daten zur Geburtenentwicklung in Berlin und Brandenburg zeigen einen anhaltenden Rückgang. Der Beitrag ordnet die langfristige Entwicklung der Fertilität und der Geburtenzahlen kurz und verständlich ein.
Nach einem deutlichen Rückgang der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau Anfang der 1990er Jahre mit Tiefstwerten von 0,73 in Brandenburg und 1,04 in Berlin, bekamen Frauen bis 2016 im Schnitt wieder mehr Kinder. Für Brandenburg lag die Zahl in dem Jahr bei 1,69 und für Berlin bei 1,54 – seit 1991 der höchste Wert. Mit Ausnahme von 2021 folgten anschließend Jahre mit sinkenden Raten. 2024 lag die durchschnittliche Kinderzahl je Frau für Berlin bei 1,20 und für Brandenburg bei 1,33.
Die zusammengefasste Geburtenziffer, auch als durchschnittliche Kinderzahl je Frau (Total Fertility Rate, TFR) bezeichnet, ist die am häufigsten verwendete Kennziffer, um das Geburtenniveau zu beschreiben. Für die Berechnung werden alle Geburten pro Altersjahr der Frauen zwischen 15 und 45 Jahren einzeln berücksichtigt und als Summe ausgewiesen.
Grundlage für die Berechnung der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau sind die Zahlen zu den Geburten und den Frauen, welche potenziell Mütter werden könnten (im gebärfähigen Alter).
Bei den Geburten, hier ausschließlich Lebendgeburten ohne Totgeburten, zeigt sich für Berlin eine ähnliche Entwicklung wie für die TFR – niedriges Niveau in den 1990er Jahren mit weniger als 30.000 Geburten im Jahr, Anstieg bis 2016 auf 41.000 Geburten und Rückgang auf rund 34.000 Geburten im Jahr 2024.
Im gleichen Zeitraum blieb die Zahl der Frauen im Alter von 15 und 45 Jahren relativ konstant zwischen 730.000 und 790.000. Eine Ausnahme bilden die Jahre von 2011 bis 2016 mit dem Zensusjahr 2011 und einer Korrektur der Einwohnerzahl auf rund 690.000 Frauen im entsprechenden Alter. Besonders in den letzten Jahren verzeichnete Berlin wieder einen Zuwachs an 15- bis 45-jährigen Frauen.
Großstädte wie Berlin weisen gewöhnlich eine geringere Fertilität als Flächenländer auf. So leben in Berlin verhältnismäßig viele potenzielle Mütter, welche allerdings im Schnitt wenige Kinder bekommen bzw. viele Frauen kinderlos bleiben.
Anders als in Berlin weicht die Entwicklung der Geburten in Brandenburg von der Entwicklung der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau ab. Für die Jahre 2000 bis 2015 blieb die Zahl der Lebendgeburten auf fast dem gleichen Niveau zwischen rund 18.000 bis 19.000 Geburten im Jahr. Nach einem leichten Anstieg im Jahr 2016 auf rund 21.000 Geburten, sank deren Zahl auf 15.000 Geburten im Jahr 2024 und somit wieder auf dem Niveau Mitte der 1990er Jahre.
Bereits viel früher nimmt die Zahl der Frauen und potenziellen Mütter im Alter von 15 bis 45 Jahren ab. Von 2000 (562.573) bis 2024 (394.723) hat sich deren Zahl um knapp 30 % reduziert und lag 2017 auf einem Tiefstwert von 372.000 Frauen. Ähnlich wie in Berlin kam es hier in den letzten Jahren wieder zu einer leichten Zunahme.
Brandenburg wies in der Vergangenheit eine vergleichsweise hohe Fertilität auf, d.h. der hohe Rückgang potenzieller Mütter führte nicht zu einem Rückgang der Geburten im gleichen Maße, da im Schnitt mehr Kinder pro Frau (TFR) geboren wurden.
Die vorläufigen Monatszahlen für die Geburten in Berlin und Brandenburg zeigen für 2025 weiterhin einen Rückgang an. Von Januar bis September 2025 wurden 10.889 Geburten in Brandenburg registriert, was nochmals rund 5,0 % weniger als im gleichen Zeitraum für 2024 waren. In Berlin kamen mit 24.125 Geburten rund 3,5 % Kinder weniger zur Welt.
In Brandenburg schwindet gleichzeitig die Zahl an Frauen, die potenziell Mütter werden können. Zusammen mit der aktuell sinkenden Geburtenneigung wirkt sich dies negativ auf die Geburtenzahl aus, die unter diesen Bedingungen nicht mehr auf das Niveau der Vergangenheit zurückkehren wird.
Bevölkerungs- und Kommunalstatistik
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