Betreuung noch überwiegend Frauensache
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Im Jahr 2024 wurden in Berlin insgesamt 853.555 Tonnen und in Brandenburg 540.424 Tonnen an Haus- und Sperrmüll eingesammelt. Das entspricht einem Pro-Kopf-Aufkommen von 231,6 Kilogramm (kg) in Berlin und 211,4 kg in Brandenburg. Damit stieg das Müllaufkommen zum ersten Mal seit 2020 wieder an.
Beide Länder liegen im gesamten betrachteten Zeitraum seit 2004 über dem Bundesdurchschnitt. Der höchste Wert wurde für Berlin im Jahr 2005 mit 288,3 kg und für Brandenburg im Jahr 2006 mit 223,4 kg pro Kopf verzeichnet.
Bundesweit hat das Aufkommen von Haus- und Sperrmüll im Jahr 2024 erstmals seit 2021 wieder zugenommen; auf nun 186,7 kg je Einwohnerin und Einwohner. Dieser Anstieg steht dem langfristigen Trend von sinkendem Aufkommen des Haushaltsmülls entgegen. Zuletzt war der Trend 2020 durchbrochen worden, als das Pro-Kopf-Aufkommen von 187,0 kg im Jahr 2019 auf 194,0 kg im Jahr 2020 stieg. Über den gesamten betrachteten Zeitraum ist der Höchststand aus 2004 mit 206,6 kg je Einwohnerin und Einwohner jedoch nicht mehr erreicht worden.
Insgesamt machten Haus- und Sperrmüllabfälle 2024 in Deutschland ca. 41 % der gesamten Haushaltsabfallmenge aus, rund 4 Prozentpunkte unter dem Wert von 2004. Die Abfälle werden durch öffentliche Entsorgungsdienstleister erfasst. Berlin lag mit einem Anteil von rund 63 % weit darüber und konnte das Verhältnis seit 2004 auch nur um circa 3 Prozentpunkte verbessern. In Brandenburg lag der Anteil von Haus- und Sperrmüll 2024 bei rund 49 %, ganze 8 Prozentpunkte unter dem Wert von vor 20 Jahren.
In Brandenburg fielen insbesondere die kreisfreie Stadt Cottbus mit 250,9 kg und der Landkreis Uckermark mit 240,3 kg je Einwohnerin und Einwohner mit den höchsten Pro-Kopf-Aufkommen auf. Am unteren Ende des Rankings befindet sich der Kreis Potsdam-Mittelmark mit 177,5 kg.
Im bundesweiten Vergleich belegt die kreisfreie Stadt Cottbus Rang 31. Deutschlandweiter Spitzenreiter ist mit 391,1 kg der Oberbergische Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens. Dahinter folgt die kreisfreie Stadt Bremerhaven mit 351,0 kg je Einwohnerin und Einwohner. Die niedrigsten Pro-Kopf-Abfallmengen weisen die Landkreise Calw (Baden-Württemberg) mit 70,9 kg und Aschaffenburg (Bayern) mit 71,1 kg auf.
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Insgesamt fällt das Aufkommen in Ballungsräumen höher aus als in ländlicheren Gebieten. Ausnahmen hierzu bilden Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit einem überdurchschnittlichen Pro-Kopf-Aufkommen des Haus- und Sperrmülls in allen Kreisen. In Brandenburg liegt nur der Landkreis Potsdam-Mittelmark unter dem bundesweiten Durchschnitt.
Zu den Faktoren, die regionale Unterschiede erklären können, gehören u. a. finanzielle Aspekte (Höhe der Entsorgungsgebühren, Angebote von privaten Entsorgungsdienstleistern), das Ausmaß der Sensibilisierung der Bevölkerung für die Müllvermeidung und -trennung sowie außergewöhnliche Anstiege der Abfallmenge z. B. aufgrund von lokalen Wetterereignissen wie Starkregen und Überflutungen.
Methodischer Hinweis
Die Auswertung beginnt 2004, da für diesen Zeitraum die Länderdaten in der Regionaldatenbank vollständig vorliegen. Der Indikator Haus- und Sperrmüll pro Kopf wurde auf Basis der Bevölkerungszahlen zum Stichtag 31.12. berechnet. Aufgrund unterschiedlicher Berechnungsgrundlagen können Abweichungen zu anderen Veröffentlichungen auftreten.
Ergebnisse zu Haushaltsabfällen in den Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands finden Sie in der Regionaldatenbank Deutschland sowie kartografisch dargestellt im Regionalatlas. Weitere Abfall-Daten zu Berlin und Brandenburg stehen unter www.statistik-berlin-brandenburg.de/wirtschaft/umwelt/abfall-luftbelastungspotenzial.
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