Überdurchschnittliche Apfelernte erwartet
Brandenburgs Obstbauern können 2026 mit einer guten Apfelernte rechnen, denn in diesem Jahr werden rund 22.800 Tonnen Äpfel erwartet.
Nach der zweiten Ernteschätzung im Juli 2026 rechnen Brandenburgs Landwirte mit einer Getreideernte von mehr als 2,3 Millionen Tonnen. Den Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge wäre das ein Minus von 3 % im Vergleich zum Vorjahr.
Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) wird auf einer Fläche von 442.400 Hektar geerntet. Der erwartete Ertrag von fast 53 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) liegt damit um 2 % unter dem Vorjahr. Im Vergleich zum langjährigen Mittel (2020 – 2025) liegt der Ertrag um knapp 2 % höher. Besonders auf den leichten und sandigen Böden Brandenburgs setzten Trockenheit sowie intensive Hitzephasen den Beständen zu.
Durchschnittliche Winterweizenernte
Winterweizen, als Brandenburgs wichtigste Getreideart nach Anbaufläche, wird 2026 auf einer Fläche von 164.500 Hektar geerntet. Der erwartete Ertrag beträgt 60 dt/ha. 2025 waren es noch 63 dt/ha. Die zu erwartende Erntemenge von 987.400 Tonnen läge damit um 3 % unter der des Vorjahres. Das Ergebnis entspricht aber dem Niveau des langjährigen Mittels.
Beim Roggen, dessen Drusch auf einer Fläche von 121.500 Hektar erfolgt, wird ein Hektarertrag von 39 Dezitonnen erwartet. 2025 waren es noch knapp 42 dt/ha. Die Roggenernte wird voraussichtlich 469.100 Tonnen betragen. Damit fiele sie so niedrig aus wie seit 1992 nicht mehr. Damals wurden 364.000 Tonnen geerntet.
Für Triticale, eine Kreuzung aus Winterweizen und Roggen, wird derzeit ein Ertrag von 46 dt/ha prognostiziert. Das entspricht dem Vorjahreswert. Bei der Erntemenge wird mit einem Rückgang um 3 % auf 130.500 Tonnen gerechnet.
Höchste jemals geerntete Wintergerstenmenge
Nach Angaben der Ernteberichterstatter wird bei der Wintergerste mit einer Ernte von 671.600 Tonnen gerechnet. Damit würde in Brandenburg so viel Wintergerste geerntet wie noch nie. Grund dafür seien die Flächenerweiterung um 3 % gegenüber dem Vorjahr auf 101.800 Hektar und der gute Ertrag von 66 dt/ha.
Mehr Sommergerste und Sommerweizen, weniger Hafer
Bei der Sommergerste erwarten Brandenburgs Landwirte eine Erntemenge von 11.300 Tonnen. Das wären über 14 % mehr als 2025. Grund dafür ist der sehr gute Ertrag von fast 34 dt/ha. Der Ertrag beim Sommerweizen beläuft sich voraussichtlich auf 38 dt/ha und fiele um fast 5 % höher aus als im Vorjahr. Die Sommerweizenernte läge bei 12.900 Tonnen.
Beim Hafer wird aktuell ein Ertrag von 24 dt/ha erwartet. Dies entspräche einem Rückgang von fast 7 % gegenüber 2025. Die Erntemenge läge rund 9 % unter dem Vorjahr und beläuft sich voraussichtlich auf 45.700 Tonnen.
Anbaurückgang und schlechter Ertrag von Winterraps
Beim Winterraps, Brandenburgs bedeutendster Ölfrucht, werden im Durchschnitt nur 24 dt/ha gedroschen, 12 % weniger als im Vorjahr. Aufgrund des schlechteren Ertrags und einer Reduzierung der Anbaufläche um 2 % auf 90.300 Hektar werden voraussichtlich 218.400 Tonnen geerntet. Eine geringere Winterrapsernte gab es zuletzt 2019 mit 163.200 Tonnen.
Pressestelle
Weitere Daten finden Sie im statistischen Bericht.