Weniger Spargel, aber mehr Erdbeeren im Freiland geerntet
Die Spargelernte fiel in diesem Jahr mit 18.500 Tonnen etwas geringer aus, während die Freiland-Erdbeerernte deutlich zunahm.
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlicht erstmals die vorläufigen Ergebnisse der Erhebung der Bodennutzung landwirtschaftlicher Betriebe ausschließlich aus Verwaltungsdaten. Ähnlich wie in den Vorjahren nimmt Getreide (einschließlich Körnermais) erneut fast die Hälfte der in Brandenburg bewirtschafteten Ackerfläche von rund 980.000 Hektar ein.
Getreideanbau wird vom Weizen bestimmt
Der Winterweizen dominiert in Brandenburg mit 164.500 Hektar (2025: 161.500 Hektar). Dies ist die größte Anbaufläche seit 2019. Damals wurde 175.400 Hektar angebaut. Die Wintergerste verzeichnet mit 101.800 Hektar ebenfalls einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr mit 98.500 Hektar. Im Gegensatz dazu sinkt die Fläche für Roggen deutlich um mehr als 7 % auf 120.800 Hektar. Weniger Roggen wurde noch nie in Brandenburg angebaut. Gerste insgesamt steigt im Vergleich zum Vorjahr um fast 3 % auf 105.200 Hektar an. Für die Anbauflächen von Triticale und Hafer errechneten sich jeweils Rückgänge um rund 3 %. Triticale wächst auf 28.300 Hektar und Hafer auf 18.700 Hektar.
Mais bleibt anbaustärkste Kultur
Die Gesamtanbaufläche für Mais (Summe aus Körnermais und Silomais) beläuft sich für 2026 auf rund 182.600 Hektar. Damit bleibt der Mais die anbaustärkste Kultur in Brandenburg, reduziert sich jedoch gegenüber dem Vorjahr um rund 4 %. 2025 war Mais noch auf rund 190.000 Hektar zu ernten.
Rekordanbau von Sonnenblumen
In diesem Jahr ist ein sehr starker Anstieg beim Anbau von Sonnenblumen zu vermelden. Mit 32.000 Hektar wird ein neuer Höchststand in Brandenburg erreicht. Allein gegenüber 2025 wurde der Anbau um fast 10.700 Hektar ausgedehnt.
Der Winterraps hingegen zeigt eine rückläufige Anbautendenz und sinkt von 92.400 Hektar im Jahr 2025 um gut 2.100 Hektar auf 90.300 Hektar im Jahr 2026.
Steigender Erbsenanbau
Die Anbaufläche für Futtererbsen steigt um fast 2 % von 17.200 Hektar im Jahr 2025 auf rund 17.500 Hektar im Jahr 2026. Im Gegensatz dazu verliert die Süßlupine an Bedeutung. Die Anbaufläche sinkt um mehr als 9 % gegenüber dem Vorjahr. 2026 wachsen Süßlupinen nur noch auf gut 8.200 Hektar.
Interessant ist die Entwicklung des Sojabohnenanbaus. Wurden 2016 noch 670 Hektar anbaut, so sind es 2026 mehr als 3.200 Hektar. 2025 lag deren Anbaufläche bei 2.400 Hektar.
Parallel dazu ist bei den Hackfrüchten ein deutlicher Abwärtstrend von 16.500 Hektar im Jahr 2025 auf aktuell 14.345 Hektar zu beobachten, was einer Reduzierung von ca. 13 % entspricht.
Vielseitige Hülsenfrüchte
Der Anbau von Hülsenfrüchten dient auch der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. Gleichzeitig lässt sich mit diesen Pflanzen auch proteinreiches Futter erzeugen.
Hier hat insbesondere der Anbau von Luzerne an Bedeutung gewonnen. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Luzerneanbau um fast 10 % auf 38.600 Hektar ausgedehnt.
Direktbefragung entfällt zukünftig für die Erhebung der Bodennutzung
Die Daten für das vorläufige Ergebnis der Bodennutzung in Brandenburg werden erstmalig nur aus den Antragsdaten der Agrarförderung erstellt. Diese Daten werden im weiteren Jahresverlauf für das endgültige Ergebnis unter Nutzung weiterer zur Verfügung stehender Verwaltungs- und Erhebungsdaten plausibilisiert und im November 2026 veröffentlicht.
Pressestelle
Weitere Daten finden Sie im statistischen Bericht