Wanderungsgewinn für die Hauptstadt sinkt weiter
2025 registrierte Berlin 177.473 Zuzüge und 157.775 Fortzüge. Der Wanderungsgewinn betrug 19.698 Personen und lag damit um 7.409 Personen (27 %) geringer als im Vorjahr.
2025 registrierte Brandenburg 82.399 Zuzüge und 65.774 Fortzüge. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, wurde damit ein Wanderungsgewinn von 16.625 Personen erreicht, der auf die Nettozuwanderung aus dem Ausland (+7.579) und aus Berlin (+12.452) zurückgeht.
Im Vergleich zu den Vorjahren hat die Wanderungsdynamik allerdings weiter nachgelassen. Von 2024 (+22.629) auf 2025 (+16.625) ging der Wanderungsüberschuss um mehr als ein Viertel (–26,5 % bzw. –6.004) zurück. Das lag vor allem an weniger Zuzügen ins Flächenland Brandenburg (–4,6 % bzw. –3.943). Die Fortzüge aus Brandenburg stiegen um 3,2 % bzw. +2.061.
2025 zogen insgesamt 30.531 Personen aus dem Ausland zu, darunter 25.566 mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Unter den Fortzügen gingen 22.952 Personen ins Ausland, darunter 16.404 Personen mit ausländischem Pass.
Innerhalb Deutschlands bleibt Berlin wichtigster Wanderungspartner
Im Saldo gewann Brandenburg 12.452 Personen durch das Wanderungsgeschehen mit Berlin hinzu. Vor allem die sogenannten Familienwanderer, Kinder unter 18 Jahren (+3.922) und die 30- bis unter 50-Jährigen (+6.593) zogen von Berlin ins angrenzende Brandenburg um. Einzig bei unter 18- bis unter 30-Jährigen verzeichnete Brandenburg einen Wanderungsverlust gegenüber Berlin von 1.506 Personen.
Mit fast allen anderen Bundesländern hatte Brandenburg eine negative Wanderungsbilanz. Nur gegenüber Thüringen (+53) und dem Saarland (+17) bestand ein leichter Zuzugsüberschuss. Zu den größten Wanderungsverlusten kam es gegenüber den übrigen neuen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern (–1.169 Personen), Sachsen-Anhalt (–566) und Sachsen (–371). Im Saldo verlor Brandenburg 1.352 Personen an die alten Bundesländer und 2.054 an die neuen Bundesländer – Berlin jeweils ausgenommen.
Wanderungsgewinne in der Fläche des Landes
Die negative Wanderungsbilanz mit den übrigen Bundesländern, außer Berlin, trifft zudem auf fast alle Brandenburger Landkreise und kreisfreien Städte zu. Dennoch wiesen die meisten 2025 Wanderungsgewinne durch Binnen- sowie Außenwanderung auf.
Am größten waren die Wanderungsgewinne in der Gesamtbilanz bei den an Berlin grenzenden Landkreisen Barnim (+2.268) und Oberhavel (+1.774) im Norden sowie Dahme-Spreewald (+1.894) im Süden der Hauptstadt. In Oberspreewald-Lausitz waren die Zugewinne von 162 Personen nur gering. Frankfurt (Oder) lag mit 48 Personen nur knapp über einem ausgeglichenen Wanderungssaldo.
Bei den meisten Landkreisen trug die Nettozuwanderung aus dem Ausland und aus Berlin erheblich zur positiven Wanderungsbilanz bei. Dass mehr Menschen in das Ausland fort- als zuzogen, war nur in Teltow-Fläming (–242 Personen) und Havelland (–50 Personen) der Fall. Beide Kreise verbuchten dank der Wanderungsgewinne aus Berlin und dem restlichen Brandenburg insgesamt dennoch eine Nettozuwanderung von 1.470 Personen in Teltow-Fläming und 1.164 Personen in Havelland.
Einzig Cottbus und Frankfurt (Oder) konnten unterm Strich nicht von den Zuzügen aus Berlin profitieren. In Cottbus war der Effekt gering, dort zogen gerade einmal 29 Personen mehr nach Berlin als von dort kamen. Frankfurt (Oder) verlor 135 Personen durch Nettoabwanderung nach Berlin. Dass beide kreisfreien Städte dennoch eine positive Gesamtwanderungsbilanz erzielten, lag vorwiegend an den Wanderungsgewinnen aus dem Ausland sowie der brandenburgischen Binnenwanderung ausländischer Staatsangehöriger.
Eine Sonderrolle nimmt der Landkreis Oder-Spree ein, in dem sich die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende befindet. Zwar erzielte der Landkreis einen Zuzugsüberschuss von 5.055 Personen mit ausländischen Staatsangehörigkeiten, die von außerhalb Brandenburgs zuzogen. Gleichzeitig verteilten sich die Zugewanderten weiter auf andere Brandenburger Kreise. Das spiegelt sich im Fortzugsüberschuss von 4.296 nicht-deutschen Personen für Oder-Spree bei der Binnenwanderung Brandenburgs wider.
Bei der Betrachtung der Strukturräume erlangte erneut der Weitere Metropolenraum einen höheren Wanderungsgewinn (+8.425) als das Berliner Umland (+8.200). Auf das Berliner Umland entfielen insgesamt 59.556 Zu- und 51.356 Fortzüge. Der Weitere Metropolenraum verbuchte 86.065 Zu- und 77.640 Fortzüge.
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Pressestelle
Weitere Daten finden Sie im statistischen Bericht.