Ein Vierteljahrhundert Spargelanbau
Das beliebte Stängelgemüse aus Brandenburg: Zahlen zu Anbau und Ernte von Spargel in unserer Region sowie Importen aus dem Ausland.

In Berlin und Brandenburg konnten sich 2025 laut Mikrozensus rund 832.000 Mütter feiern lassen. Doch jenseits von Blumensträußen und Gebasteltem stellt sich die Frage, wie groß die Rolle der Frau bei der Kinderbetreuung tatsächlich ist? Ein Blick auf die Zahlen zur Erwerbstätigkeit von Mütten, die Aufteilung der Eltern- und Arbeitszeit sowie die Entwicklung der Geburten gibt Aufschluss.
Insbesondere im Kontext der Erwerbsbeteiligung zeigt sich noch eine feste Rollenverteilung. In Berlin arbeiten nahezu genau so viele Mütter mit Kindern im Haushalt in Vollzeit wie in Teilzeit. In Brandenburg gingen rund 47 % der erwerbstätigen Mütter einer Teilzeitbeschäftigung nach. Übrigens waren 2025 rund 65 % aller Mütter in Berlin und 76 % in Brandenburg erwerbstätig.
Bei den Vätern ist das Verhältnis weniger ausgewogen: Lediglich etwa 18 % der männlichen Erwerbstätigen in Berlin und 10 % in Brandenburg mit Kindern im Haushalt arbeiteten verkürzt.
Wenn keine Kinder im eigenen Haushalt lebten, waren in Berlin rund 36 % und in Brandenburg rund 38 % der Frauen in Teilzeit tätig. Der Teilzeit-Anteil war also niedriger. Männer hingegen arbeiteten häufiger in Teilzeit, wenn keine Kinder im Haushalt lebten. Die Anteile waren mit 22 % in Berlin und 16 % in Brandenburg höher als bei den Vätern.
Die Statistik zum Elterngeldbezug macht deutlich, vor allem Frauen beziehen Elterngeld und das für einen deutlich längeren Zeitraum.
Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg war die Zahl der Frauen, die 2025 Elterngeld bezogen, mehr als doppelt so hoch wie die Zahl der Männer. Gleichzeitig wurde Müttern mit 12,8 Monaten in Berlin nahezu dreimal so lang wie Vätern (4,5 Monate) Elterngeld überwiesen. Die Bezugsdauer der Väter liegt trotzdem über dem Bundesdurchschnitt von 3,3 Monaten. In Brandenburg geht die Schere mit ebenfalls 12,9 Monaten bei den Frauen und 3,2 Monaten bei Männer weiter auseinander.
Der Gender Pay Gap zwischen den Geschlechtern spiegelt sich auch im monatlichen Elterngeldanspruch von Frauen und Männern wider. Väter mit Erwerbseinkommen vor der Geburt hatten in beiden Bundesländern einen höheren Elterngeldanspruch als Frauen. In Berlin lag der Unterschied bei rund 4 %, in Brandenburg schon bei 12 % und bundesweit bei 34 % . Während beispielsweise Frauen, die 2025 Elterngeld bezogen, in Berlin im Durchschnitt 1.168 EUR beanspruchten, waren es im bundesweiten Durchschnitt 1.029 EUR.
Auch bei den Alleinerziehenden dominieren die Mütter. Ihr Anteil lag 2025 in Berlin bei 81 % und in Brandenburg bei 78 % und ist somit um ein Wesentliches höher als der Anteil der Männer.
Es gibt rund 31.000 Väter in Berlin bzw. 23.000 in Brandenburg, die ohne Ehe- oder Lebenspartnerin mit mindestens einem Kind in einem Haushalt zusammenleben. Der Anteil der Alleinerziehenden unter allen Vätern lag 2025 in Berlin und Brandenburg bei jeweils rund 8 %.
Während die Geburtenzahlen in beiden Ländern seit den 1990er Jahren im Trend anstiegen, waren sie ab dem Berichtsjahr 2017 und bis ins Coronajahr hinein rückläufig. Zwischen 2020 und 2021 lässt sich erneut ein leichter Anstieg der Lebendgeborenen feststellen, der unter anderem auch auf den zweiten Lockdown während der Coronapandemie zurückgeführt werden kann. Seitdem gehen die Geburtenzahlen zurück und erreichten 2024 in Berlin mit rund 33.700 Geburten den tiefsten Stand der letzten zehn Jahre, in Brandenburg mit 15.100 Lebendgeborenen sogar die niedrigste Geburtenzahl seit 1995. Für 2025 wird ein weiterer Rückgang angenommen.
Das Durchschnittsalter aller Mütter, die 2024 ein Kind zur Welt brachten, lag in Berlin bei 32,2 Jahren und in Brandenburg bei 31,6 Jahren. Erstgebärende waren in Berlin mit durchschnittlich 31,2 Jahren mehr als ein Jahr älter als frisch gebackene Mütter in Brandenburg (29,7 Jahre). Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2015, lag das Durchschnittsalter von Frauen bei der ersten Geburt noch bei 30,2 Jahren in Berlin und 28,9 Jahren in Brandenburg.
Die Frauen bekommen nicht nur immer später Kinder, statistisch gesehen würde eine Frau in ihrem Leben auch weniger Kinder zur Welt bringen. Denn die zusammengefasste Geburtenziffer je Frau im gebärfähigen Alter lag 2024 in Brandenburg bei durchschnittlich 1,33 Kindern, bei Berliner Müttern war sie mit 1,20 Kindern etwas geringer. Der Wert sinkt seit 2015 beinahe kontinuierlich.
Mit durchschnittlich 0,93 Kindern pro Frau ist die zusammengefasste Geburtenziffer in der Hauptstadtregion im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg am kleinsten. Auch der geburtenstarke Bezirk Pankow sowie Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf liegen unter dem Berliner Durchschnitt. In Brandenburg sind es ausschließlich die kreisfreien Städte, die unter dem Landeswert liegen. Frankfurt (Oder) weist mit 1,08 die geringste Geburtenziffer aus. Im südlichen Brandenburg sowie in der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin fallen die Zahlen am höchsten aus.
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Weitere umfassende Daten zur natürlichen Bevölkerungsbewegung in Berlin und Brandenburg sowie zu Haushalts- und Familienstrukturen finden Sie in der Bevölkerungstatistik, der Geburtenstatistik und in den Ergebnissen des Mikrozensus.
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